Teradata Data Warehouse Appliance 2550

Schnelle Appliance für Einsteiger im Data Warehousing und Analytics

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Der Data-Warehouse-Spezialist Teradata verspricht mit dem vorkonfigurierte Datenbanksystem 2550 hohe Abfragegeschwindigkeiten für Datenmengen bis 140 Terabyte.

Erst im April hatte Teradata seine Produktlinie an Data-Warehouse-Appliances neu geordnet und erweitert, um möglichst die ganze Spannbreite beim Data Warehousing vom Einsteigerangebot bis zur Highend-Lösung abzudecken. Doch war offenbar eine Nachjustierung nach unten nötig. So kommt nun mit der "Teradata Data Warehouse Appliance 2550" bereits ein Nachfolgersystem für das im Frühling neu vermarktete Einsteigerprodukt "Teradata Data Warehouse Appliance 2500" auf den Markt. Es ist laut Hersteller kleiner, schneller und angesichts des Funktionsumfangs billiger als sein Vorgänger. Es stellt zugleich ein weiteres Angebot dar, mit dem sich Teradata gegen die wachsende Konkurrenz im Data-Warehousing-Markt durch Anbieter wie Netezza, Kalido, DATallegro (jetzt bei Microsoft), IBM oder Kalido erwehren will.

Datenspeicher bis 140 Terabyte

Ausgelegt für Datenmengen von bis zu 140 Terabyte ist der Server ist mit Quad-Core-Prozessoren von Intel ausgerüstet und läuft auf dem 64-Bit-Betriebssystem von Novell SUSE Linux. Zum Lieferumfang gehören die letztes Jahr vorgestellte Datenbank "Teradata 12", Utilities des Herstellers sowie ein Speichersystem, beispielsweise von LSI oder EMC. Die Software ist vorinstalliert und wird lauffertig in einem Gehäuse geliefert, das laut Teradata mit energieeffizienten Technologien versehen ist. Während das Vorgängerprodukt zum Launch im April einen US-Listenpreis von 100.000 Dollar pro Terabyte hatte, soll der Listenpreis für das System 2550 bei 119.000 Dollar pro Terabyte liegen.

Schnellere Table Scans als andere Appliances

Im Vergleich zum System 2500 besitzt Version 2550 einen nur halb so großen Raumbedarf (Data Center Footprint), bietet eine höhere Systemverfügbarkeit, Mainframe-Anbindung, einen integrierten Application Server sowie überarbeitete System-Management-Funktionen, so der Hersteller. Die Appliance 2550 sei derart auf Leistung getrimmt worden, dass sie Tabellen-Scans eineinhalb Mal schneller machen könne als jede andere Appliance im Markt, wirbt Chief Development Officer Scott Gnau. Dieser Performance-Sprung sei dank der zum Patent anmeldeten Technik "intelligent scanning" in Teradata 12 möglich. Letztere bietet Grundfunktionen für typische Aufgaben und Verfahren der Datenanalyse, ermögliche aber durch entsprechender Erweiterungen auch die Verarbeitung von Geoinformationen, ein datenbankgestütztes Data Mining sowie den einsatz von Datenverschlüsselungstechniken (eine Übersicht zu den Appliances von Teradate finden Sie auch hier).