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Schmiergeldaffäre: Siemens bestätigt Konto in der Schweiz

07.12.2006
Vom ehemaligen griechischen Com-Manager will der Konzern acht Millionen Euro zurück, plus Zinsen.

Siemens hat nach einem "Spiegel Online"-Bericht in einem Schreiben erstmals die Existenz eines Bankkontos in der Schweiz eingeräumt, über das nach Ansicht von Ermittlern Schmiergelder für Aufträge im Ausland gewaschen worden sein sollen. Den Ausführungen der Siemens-Anwälte zufolge zählte das Konto zu den "finanziellen Interessen" des Konzerns. Mit dem Brief an das Athener Landgericht habe Siemens Klage gegen einen ehemaligen Generaldirektor Telekommunikation und Informatik von Siemens Griechenland eingereicht. Er habe über die Verwendung von rund acht Millionen Euro von dem besagten Konto keine Belege abgegeben. Jetzt fordere Siemens das Geld "plus Zinsen" von dem früheren Top-Manager zurück.

Ausweislich der Klageschrift sollte das Millionendepot für die Bewältigung von "außerordentlichen, direkten und laufenden Bedürfnissen" des Unternehmens eingesetzt werden, berichtet "Spiegel Online". Das Schreiben sei nur einen Tag vor der großen Durchsuchungsaktion der Staatsanwaltschaft München am 15. November bei Siemens übermittelt worden, mit der die Affäre um die Schmiergeldtöpfe des Elektro-Multis öffentlich wurde. (dpa/ajf)