Ifo-Index

Schlechte Stimmung im IT-Servicemarkt

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Die Zuversicht der IT-Dienstleister in Deutschland hat deutlich nachgelassen. Nicht wenige wollen Stellen abbauen.

Die IT-Dienstleister in Deutschland beurteilten ihre momentane Situation im März zum dritten Mal in Folge nicht mehr so günstig: 22 Prozent sprachen von einer Verschlechterung gegenüber Februar 2009. Damals hatten nur 16 Prozent ihre Lage als ungünstiger als zuvor empfunden. Auch hinsichtlich der Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sind die Anbieter skeptischer geworden, der Saldo betrug im März minus 5. Im Februar waren es noch plus 2.

Das Geschäftsklima kühlte sich spürbar ab, der Index des Ifo-Instituts lag bei minus 1 und damit zum ersten Mal seit Jahresmitte 2003 wieder den negativen Bereich (siehe Abbildung). Die Zahl der Firmen, die ihren Auftragsbestand als zu klein empfanden, stieg zum vierten Mal in Folge von 27 Prozent auf 31 Prozent. Für die nahe Zukunft erwarten meisten die IT-Dienstleister zwar nur leichte Umsatzrückgänge. Doch 24 Prozent der Befragten - das sind doppelt so viel wie im Februar - planen mittlerweile, ihren Personalbestand zu verkleinern.