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Scheurle fordert Änderung der UMTS-Lizenzbedingungen

17.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Angesichts einer drohenden Konsolidierungswelle bei den TK-Konzernen hat der ehemalige Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus Dieter Scheurle, seinen Nachfolger aufgefordert, die Lizenzbedingungen für UMTS zu überdenken. In einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (FTD) äußerte Scheurle die Ansicht, fusionierende Lizenznehmer sollten die Möglichkeit erhalten, ihre Lizenz zurückzugeben, ohne die Frequenzblöcke zu verlieren. So müssten die ohnehin angeschlagenen Mobilfunkbetreiber keine Milliardenbeträge abschreiben. Der aktuelle Chef der Regulierungsbehörde Matthias Kurth widerspricht den Vorschlägen seines Vorgängers und sieht keine weiteren rechtlichen Spielräume für die Lizenzbedingungen. Ein Eingehen auf den Vorschlag hieße, mehrere rote Ampeln gleichzeitig zu überfahren, erklärte Kurth im Gespräch mit der FTD. Die Bedingungen der für jeweils 16 Milliarden DM versteigerten Lizenzen sehen vor, dass jeder Erwerber sich verpflichtet, ein eigenes UMTS-Netz mit den zwei dazu gehörigen Frequenzblöcken aufzubauen und zu betreiben.