Bestechungsaffäre

Scheinverträge bei Magyar-Töchtern der Telekom

20.09.2010
In der Telekom-Affäre um mögliche Bestechungen in Osteuropa sind einem Pressebericht zufolge offenbar hohe Millionenbeträge über Scheintransaktionen mit Firmen auf Zypern, in der Schweiz und auf den British Virgin Islands abgewickelt worden.

Wie das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf interne Untersuchungsberichte der Deutschen Telekom berichtet, seien bei Töchtern der ungarischen Telekom-Tochter Magyar Scheinverträge für Beratungen oder Marktstudien in den Bilanzen ausgewiesen worden, denen de facto keine Leistungen gegenüberstanden. Schon bei den ersten Prüfungen im Jahr 2006, so der "Spiegel", habe die Anwaltskanzlei White & Case herausgefunden, dass bei der Telekom-Tochter Daten und Angaben auf den Computern in größerem Umfang gelöscht worden seien, um Spuren zu verschleiern. Vergangene Woche wurde bekannt, dass sich die Korruptionsermittlungen auch gegen Vorstandschef Rene Obermann richten. (dpa/ajf)