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Scalix stellt Groupware Open Source

27.07.2006
Eine kommerzielle Version des gegen Microsoft Exchange positionierten Systems wird es weiterhin geben.

Der auf Linux fokussierte Messaging-Spezialist Scalix Corp. will den Code seiner Groupware-Lösung im Rahmen einer "Scalix Community Edition Open Source" frei zugänglich machen. Zwar hatte der Hersteller bereits im August vergangenen Jahres eine Community Edition für den kostenlosen und unlimitierten Gebrauch veröffentlicht, der Zugriff auf den Quellcode war damit aber nicht verbunden. Nun ist im Rahmen des Open-Source-Projekts geplant, innerhalb der nächsten Monate stufenweise einzelne Komponenten des für den Highend-Einsatz geeigneten Messagings-Systems zu öffnen.

Ab September sind Sourcecode-Releases für die auf Web-Services-Techniken basierende Administration und für die Integrationsmechanismen des Datenzugriffs und für Applikationen geplant. Hinzu kommen der Mobile-Client "Web Access", die Such- und Indizierungs-Services sowie der Scalix Installer. Die Codefreigabe des Mail- und Directory-Server als Kernprodukte soll im ersten Quartal 2007 folgen. "Ein bislang geschlossenes System zu öffnen, erfordert einigen Aufwand", erklärte der für das Projekt verantwortliche Scalix-Manager Florian von Kurnatowski. Die Codebereinigung und andere Vorbereitung würden einige Zeit dauern, das Open-Source-Bekenntnis würde aber stehen.

Als Lizenzmodell liebäugelt Scalix mit einer Variante der Mozilla Public License (MPL), welche auch die Verwendung von nicht unter der MPL stehenden Programmen und die Koexistenz mit kommerziellem Code vorsieht. Parallel zum quelloffenen Produkt will der Hersteller weiterhin eine kommerzielle Version seiner Groupware-Plattform anbieten.

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