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SBC übertrifft trotz Gewinneinbruchs Analystenprognosen

25.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim US-Telekomkonzern SBC Communications ist der Überschuss im ersten Quartal um 54,3 Prozent eingebrochen. Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich von 1,9 Milliarden auf 885 Millionen Dollar, wie das Unternehmen in San Antonio mitteilte. Darin enthalten seien Fusions- und Integrationsausgaben im Zusammenhang mit der 60-prozentigen Tochter Cingular Wireless.

SBC bezifferte diese Aufwendungen mit 242 Millionen Dollar oder 0,07 Dollar je Aktie. Um diese Sonderposten bereinigt betrage der Gewinn 1,1 Milliarden Dollar oder 0,34 Dollar je Aktie. Damit übertraf SBC Analystenerwartungen, die von 0,33 Dollar pro Titel ausgegangen waren.

Der Quartalsumsatz wuchs um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. SBC teilte mit, bei den schnellen DSL-Internetanschlüssen 504.000 neue Kunden gewonnen zu haben. Dies sei der beste Quartalszuwachs in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt habe der Telekomkonzern 5,6 Millionen DLS-Kunden. Die DSL-Internet-Umsätze seien im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 27,6 Prozent hochgeschnellt. Bei Ferngesprächen setzte die Telefongesellschaft im Berichtszeitraum 20,3 Prozent mehr um als im ersten Quartal des Vorjahres.

"Cingular Wireless hat das zweite Quartal in Folge ein starkes Kundenwachstum nach der am 26. Oktober 2004 abgeschlossenen Übernahme von AT&T Wireless verzeichnet", meldete SBC weiter. Die Zahl der Cingular-Kunden habe um 1,4 Millionen zugelegt. Zum Ende des ersten Quartals habe die SBC-Tochter 50,4 Millionen Kunden gehabt und damit ihre Position als der größte Mobilfunkanbieter in den USA gefestigt.

Konzernchef Edward Whitacre zeigte sich optimistisch für das Gesamtjahr und verwies auf die geplante Übernahme des Wettbewerbers AT&T. Ende Januar hatte SBC angekündigt, AT&T für 16 Milliarden Dollar kaufen und damit zum größten Telekomkonzern der USA aufzusteigen zu wollen. Die Transaktion soll bis Mitte 2006 abgeschlossen werden. (dpa/tc)