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Sapients Umsatz bricht um 54 Prozent ein

03.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die angeschlagene Internet-Beratungsfirma Sapient vergrößerte im ersten Geschäftsquartal 2002 ihren Verlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 48,3 Millionen auf 54 Millionen Dollar. Im aktuellen Ergebnis enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 48,7 Millionen Dollar, nachdem Sapient Ende Februar 545 Mitarbeiter oder 22 Prozent seiner Belegschaft entlassen hatte (Computerwoche online berichtete). Ohne diese Abschreibung, Wertberichtigungen und sonstige einmalige Aufwendungen sowie abzüglich einer Steuerbegünstigung von 17,2 Millionen Dollar hätte das Unternehmen aus Cambridge, Massachusetts, einen Verlust von 20,6 Millionen Dollar oder 16 Cent pro Aktie geschrieben. Im Vorjahreszeitraum hatte sich das entsprechende Minus auf 6,2 Millionen Dollar oder fünf Cent

je Anteil belaufen. Die Analysten hatten nach Umfragen von First Call/Thomson im Schnitt mit einem Pro-forma-Defizit von 13 Cent gerechnet.

Aufgrund der anhaltend niedrigen Investitionsbereitschaft in neue Technologien ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 Prozent von 109,1 Millionen auf 50 Millionen Dollar zurück. Im laufenden zweiten Quartal rechnet Sapient damit, dass die Einnahmen auf 40 bis 42 Millionen Dollar sinken, den Pro-forma-Verlust bezifferte die Company mit 16 bis 18 Cent je Aktie. In der zweiten Jahreshälfte erwartet das Beratungsunternehmen eine Wiederbelebung des Geschäfts. Aufgrund der schlechten Zahlen und mageren Prognosen fiel der Kurs der Sapient-Aktie am Donnerstag im nachbörslichen Handel um 24 Prozent auf 3,50 Dollar. (mb)