SAP-XI verdrängt Batchjobs

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Die Firma Weidmüller aus Detmold löst ihre Integrationstechnik durch SAPs "Exchange Infrastructure 3.0" ab. Datenbanken und Drittsysteme werden über die zentrale Plattform angebunden.

Hier lesen Sie…

  • wie Weidmüller die Integrationslösung Exchange Infrastructure eingeführt hat;

  • wie SAP- und Nicht-SAP- Systeme über die Plattform gekoppelt werden können;

  • wo XI 3.0 noch Defizite aufweist;

  • welche Einsparungen der Anwender mit XI zu erzielen gedenkt.

Mit XI löst Weidmüller eine Reihe von Dateischnittstellen und Batchabläufen ab.
Mit XI löst Weidmüller eine Reihe von Dateischnittstellen und Batchabläufen ab.

SAPs Integrationslösung "Exchange Infrastructure" (XI) erhebt den Anspruch, sowohl Software vom Hersteller als auch Drittsysteme anbinden zu können. Zu den Nutzern, die erste Erfahrungen mit XI 3.0 sammeln konnten, zählt die Weidmüller GmbH, die im westfälischen Detmold Komponenten für die elektrische Verbindungstechnik fertigt. Das Unternehmen qualifizierte sich als Anwender für den "Ramp-Up" von XI 3.0, nachdem dort bereits mit dem Vorgänger XI 2.0 gearbeitet wurde.

Weidmüller nutzt eine von SAP-Software geprägte Systemlandschaft, dazu zählt "SAP R/3 4.6C", "Business Information Warehouse 3.5" (BW), "Enterprise Buyer Professional" (EBP), "Enterprise Portal 6.0" sowie "SAP HR", welches auf einer separaten R/3-Instanz läuft. Von zentraler Bedeutung ist ferner ein individuell entwickeltes Logistiksystem, das auf dem IBM-Midrange-Rechner "I-Series" läuft. Das Unternehmen betreibt diese gesamte Umgebung nicht selbst, sondern hat sie an den IT-Dienstleister Atos Origin ausgelagert.

Mit XI wollte Weidmüller die bisherige, sehr fragmentierte Integrationstechnik modernisieren und effizienter gestalten. Alle Integrationsszenarien sollen künftig über die SAP-Plattform abgewickelt werden. Unter anderem galt es, das bestehende Integrationswerkzeug abzulösen. Es bindet das hauseigene Logistiksystem und verschiedene andere Systeme an.

Bislang bestand die Integration darin, über recht umständliche Mechanismen Datenformate einer Applikation wie R/3 durch Mapping von Feldern in das Zielformat umzuwandeln. Eine direkte Applikationskopplung fand nicht statt, sondern lediglich ein Austausch über Dateien, in die das eine Programm Informationen ablegt und das andere diese ausliest. Gesteuert wurden diese Abläufe im nächtlichen Batch-Betrieb. Das bereits 1998 eingeführte System stößt jedoch inzwischen an seine Grenzen und wird nicht weiterentwickelt.