Aktuelle Umfrage

SAP - welche Strategie hilft gegen Oracles Hegemonieanspruch?

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
In der aktuellen Umfrage der CW geht es diesmal um die Strategie, die SAP gegen den scheinbar übermächtigen Rivalen Oracle verfolgen sollte.

Nach der angekündigten Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle wird deutlich, dass die SAP AG in irgendeiner Form auf die Bedrohung aus den USA reagieren muss. Mit Ausnahme von Business Objects haben sich die Walldorfer bislang bei großen Übernahmen zurückgehalten, und selbst die kleineren Akquisitionen kann man an den Fingern abzählen. Zudem kriselt es derzeit zwischen SAP und seinen Anwendern im Heimatmarkt - steigende Wartungskosten und eine Neuorientierung der Konzernführung in die weite Welt hinein sorgen für Reibung.

Walldorf, Heimat der SAP AG.
Walldorf, Heimat der SAP AG.
Foto: SAP AG

Am Mittwoch legt Europas größter Softwarekonzern seine Zahlen für das erste Quartal 2009 vor. Analysten gehen davon aus, dass Co-Vorstandschef Léo Apotheker voraussichtlich leichte Zuwächse bei Umsatz und Gewinn präsentieren wird. Wegen der unsicheren Wirtschaftslage wird in Branchenkreisen erwartet, dass der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware auf eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr 2009 verzichtet. Der Walldorfer DAX-Konzern hatte wegen der weltweiten Finanzkrise Anfang des Jahres zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Stellenabbau angekündigt.

SAP will bis zum Jahresende 3.000 der weltweit 51.500 Stellen im Konzern abbauen, davon rund 600 der 15.000 Jobs in Deutschland. Wie viele Arbeitsplätze bislang über natürliche Fluktuation oder Aufhebungsverträge abgebaut wurden, wollte ein Sprecher am Montag nicht sagen. Apotheker, der nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorstandschefs Henning Kagermann alleine an der Spitze des Softwarenkonzerns steht, hatte im Januar betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Angesichts dieser turbulenten Situation würden wir gerne von Ihnen wissen, welche Strategie SAP unter dem neuen Alleinherrscher Apotheker verfolgen soll - weiter wie gehabt, taktisch oder strategisch akquirieren, sich selbst an einen starken Partner binden oder das eigene Preis-/Leistungsverhältnis im Sinne der Kunden verbessern? (ajf/dpa)

Antworten können Sie hier.