Dementi

SAP weist Bericht über gekappte variable Vergütung zurück

18.01.2013
Der Softwareriese SAP hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sich seine Mitarbeiter zwangsläufig auf Einschnitte bei ihrer variablen Vergütung für 2012 einstellen müssen.
Das "Kalipeh"-Gästehaus auf dem SAP-Campus in Walldorf bei Heidelberg
Das "Kalipeh"-Gästehaus auf dem SAP-Campus in Walldorf bei Heidelberg
Foto: SAP / Stephan Daub

Zuvor hatte der "Mannheimer Morgen" berichtet, dass die Boni für die Belegschaft trotz des Rekordjahres deutlich sinken würden - nämlich auf 100 Prozent eines Monatsgehalts, nach 130 Prozent im Vorjahr. Der Grund war dem Blatt zufolge das knapp verpasste Ergebnisziel bei SAP.

Ein Sprecher des Dax -Konzerns bezeichnete diese Darstellung am Donnerstag als falsch. In dem Bericht seien verschiedene Bestandteile der variablen Vergütung durcheinandergeraten. Außerdem gebe es seit kurzem weitere, ganz neue Säulen in dem System, das die zusätzlichen Zahlungen und Leistungen neben den festen Monatsgehältern regelt. Schon deswegen sei ein Vergleich einzelner Leistungen ohne das neue Gesamtbild des geänderten Vergütungssystems nicht mehr möglich. Es bestehe neben einer Erfolgsbeteiligung und den Boni, über die auch individuelle Ziele entscheiden, zum Beispiel noch aus Aktienpaketen.

Der "Mannheimer Morgen" erklärte auf Nachfrage, bei seiner Darstellung zu bleiben. In einem Gespräch mit der SAP-Pressestelle seien entsprechende Äußerungen gefallen. In dem Bericht stand unter anderem, dass der Bonus gemäß einer internen Skala bei SAP eigentlich sogar unter 100 Prozent gefallen wäre, das SAP-Management aber angesichts des Rekordjahres mit einem zusätzlichen Topf von 100 Millionen Euro gegensteuerte. Dem Sprecher zufolge geht es bei diesem Zuschuss jedoch nur um eine von mehreren Stellschrauben zur Bemessung der Boni. Entscheidend für das Gesamtbild seien alle Säulen der variablen Vergütung. Und dabei könne von Einschnitten keine Rede sein. (dpa/tc)

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