Probleme in Nordamerika

SAP veröffentlicht vorläufige Zahlen zum Q1

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SAP hat heute Mittag vorläufige Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 veröffentlicht und darin operative Probleme im Nordamerika-Vertrieb eingeräumt.
Die SAP Co-CEOs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott
Die SAP Co-CEOs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott
Foto: SAP AG

Die Software- und softwarebezogene Serviceerlöse (Non-IFRS) sind demnach im 1. Quartal 2012 um zwölf Prozent auf 2,63 Milliarden Euro gestiegen (währungsbereinigt um zehn Prozent). Die Softwareerlöse stiegen um vier Prozent auf 637 Millionen Euro (währungsbereinigt um ein Prozent). Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) wuchs um sieben Prozent auf 834 Millionen Euro (währungsbereinigt um drei Prozent).

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2012 hat der Walldorfer Konzern bestätigt; für das laufende zweite Quartal 2012 wird ein währungsbereinigtes Wachstum der Softwareerlöse in Höhe von 15 Prozent bis 20 Prozent sowie ein währungsbereinigtes Wachstum der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) in Höhe von 14 Prozent bis 16 Prozent erwartet.

Für die Region Asien-Pazifik-Japan meldet SAP im Q1 "Rekordzahlen", außerdem gab es "in zahlreichen Märkten wie Lateinamerika und Deutschland" ein zweistelliges Wachstum. Für Nordamerika jedoch "gab es operative Herausforderungen im Vertrieb, die die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal beeinträchtigten". Hier wurden nach Angaben des Unternehmens aber bereits "die notwendigen Maßnahmen wurden ergriffen, um sicherzustellen, dass die Region Nordamerika wieder im Plan ist". Überdies "starteten einige europäische Märkte etwas langsamer in das Geschäftsjahr 2012", sollen aber im Plan liegen.

"Unsere Pipeline ist sehr solide und die Nachfrage nach unseren Schlüsselinnovationen wie SAP HANA, Echtzeitanalyse, mobile Lösungen, Cloud-Lösungen sowie unseren Kernanwendungen steigt", erklärte die SAP-Doppelspitze Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. "Wir sind zuversichtlich, dass wir ein starkes zweites Quartal ausweisen werden und bestätigen unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2012."