Web 2.0

SAP trimmt Netweaver Portal auf Collaboration und Web 2.0

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Die Portalsoftware erhält künftig mehr Teamfunktionen und ein eigenes Wiki. Doch dessen Integration wird sich hinziehen.

Die geplante Wiki-Anwendung für SAP "Netweaver Portal" basiert auf der Software "Clearspace" des amerikanischen Wiki-Entwicklers Jive Software und soll künftig zum Lieferumfang der Portalumgebung gehören. Wie SAP in seinem Entwicklernetzwerk erläutert, soll diese Erweiterung eine Zusammenarbeit von Anwendern im Kontext von Geschäftsprozessen und Events fördern. Unternehmen könnten mit Hilfe der Software Communities aufbauen, in denen sie ihr Wissen organisieren, erfassen, sich aneignen und teilen.

Wiki als Teil von Collaboration Portal

Foto: SAP

Wikis sind künftig Teil der SAP-Netweaver-Lizenz und werden nicht zusätzlich berechnet. Sie gehören zu den erweiterten und neuen Collaborationen- und Content-Management-Funktionen für das "Netweaver Portal 7.0", die der Hersteller unter der Bezeichnung "Collaboration Portal" zusammenfasst. Schon heute bietet das Portal Funktionen für die Teamarbeit wie Collaboration-Räume (Arbeitsumgebungen für Teams, vergleichbar mit den neuen Workspaces), Groupware-Integration (Teamkalender, Versenden von E-Mails und Terminen aus dem Portal), Diskussionsgruppen (Vorläufer der Foren) und Team-Aufgabenlisten.

Doch die geplanten Neuerungen sollen noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Zusammenarbeit und zum Informationsaustausch eröffnen (siehe Kasten "Geplante Collaboration-Funktionen"). Auch reagieren die Walldorfer mit ihren Plänen auf vergleichbare Anstrengungen und Produkte der Rivalen IBM, Microsoft und Oracle, die ihre Portale ebenfalls als Plattformen für das Web 2.0 herausputzen. Die Erweiterungen von Collaboration Portal sollen laut Christian Stadler, Produkt-Manager für SAP Netweaver Portal und Enterprise Search, im zweiten Quartal als Betaversion erhältlich sein. Der Ramp-up folgt im dritten Quartal, die allgemeine Verfügbarkeit ist bis zum Jahresende anvisiert. Eine Nutzung der Features über den "Netweaver Business Client" sei bisher nicht geplant.