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SAP startet Einsteigerinitiative für die Enterprise Services Architecture

31.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SAP muss Kunden von den Vorzügen der Enterprise Services Architecture überzeugen, die neben "Netweaver" den Kern der Weiterentwicklung der Business-Applikationen aus Walldorf darstellt. Das Vorhaben hat zum Ziel, die SAP-Software heutiger Prägung vom Client-Server-Konzept auf Web-Services-Technik umzustellen. Aus eher monolithischen und in der Wartung aufwändigen Programmen soll eine Service-orientierte Architektur (SOA) erwachsen, ohne dabei die vorhandene Software komplett wegzuwerfen.

Zwar sind sich Experten über die Vorzüge Service-orientierter Architekturen einig, doch SAP-Kunden haben noch Berührungsängste. Nun will der Softwarekonzern Anwender mit dem "Enterprise Services Architecture Adoption Programm" Kunden dazu bringen, sich mehr mit der Thematik auseinander zu setzen.

Zu dem Programm, das Firmenchef Henning Kagermann bereits auf der CeBIT angekündigt hatte, zählen Best-Practices-Workshops, in denen anhand von Beispielen die Vorzüge der ESA dargestellt werden. Ein TCO-Rechner soll Anwender davon überzeugen, dass sich der Einstieg in die Web-Services-Technik für sie lohnt. Für den einzelnen SAP-Kunden soll eine ESA-Roadmap gezeichnet werden, zudem erhält er Unterstützung bei der Implementierung. Die Offerte richtet sich an Unternehmen, die Netweaver nutzen. "Wir helfen Kunden dabei, sich vorzustellen, wie sich ihre IT sowie ihr Geschäft in den nächsten drei Jahren entwickeln sollen", so Ori Inbar, Vice-President of Marketing für Netweaver. Vor allem dürfte es jedoch darum gehen, SAP-Kunden dazu zu bringen, in neue Software zu investieren, statt weiterhin die altbewährten R/3-Systeme zu betreiben. (fn)