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SAP SI verkauft Tochtergesellschaften in der Schweiz und den USA an die SAP

17.09.2004

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP AG beginnt damit, Teile der SAP SI in die eigene Beratungs- und Serviceorganisation zu integrieren. Wie der Dresdner IT-Dienstleister bekannt gab, verkauft er mit Wirkung zum 1. Oktober sämtliche Anteile der beiden Tochtergesellschaften in der Schweiz und in den USA an den Mutterkonzern. Die SAP habe damit Klarheit schaffen und eine drohende Abwanderung der Mitarbeiter verhindern wollen, zitieren Medienberichte den SAP-SI-Finanzvorstand Joachim Müller. Die Dresdner werden sich künftig auf den Kernmarkt Deutschland konzentrieren.

Der größte europäische Softwarekonzern will SAP SI vollständig übernehmen und hatte den Aktionären dazu bereits Ende März ein Kaufangebot unterbreitet. Bis zum Ablauf der Offerte Ende Mai gelang es SAP allerdings nur, seinen Anteil von 70 auf knapp über 90 Prozent aufzustocken. Die SAP verfehlte damit die erforderliche Schwelle von 95 Prozent, um die verbleibenden Aktionäre über ein Squeeze-out-Verfahren auszuzahlen und das Dresdner Unternehmen von der Börse zu nehmen. Die aktuelle Quote von 91,6 Prozent reicht allerdings aus, um mit SAP SI einen Beherrschungsvertrag zu unterzeichnen und die Beratungsaktivitäten zusammenzulegen. Nach dem Verkauf der Auslandstöchter des Unternehmens steigen zugleich die Chancen für die SAP, an der Börse günstig Aktien zuzukaufen. (mb)