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SAP "repariert" ERP-System in Arkansas

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Die SAP hat eingewilligt, das bislang R/3-basierende ERP-System des US-Bundesstaats Arkansas so zu erweitern, dass auch Blinde es mit Screenreader-Technik benutzen können.

Das Upgrade, welches dann auf SAP ERP 6.0 basieren wird, ist die Folge eines Vergleichs, den der Walldorfer Konzern früher in diesem Monat erzielt hatte, um eine Klage von Arkansas aus der Welt zu schaffen. Der US-amerikanische Blindenverband hatte den Bundesstaat bereits im Jahr 2001 mit der Begründung verklagt, das "Arkansas Administrative Statewide Information System" (AASIS) sei nicht vollumfänglich für blinde Menschen nutzbar. Arkansas hatte daraufhin wiederum die SAP beschuldigt, seine Software sei Schuld an den Zugangsbarrieren.

Gemäß dem am 1. August erzielten Vergleich muss die Systemaufrüstung bis zum 1. August 2009 abgeschlossen sein. SAP hat sich dabei verpflichtet, neben den hauseigenen Upgrades auch alle nötigen Third-Party-Lizenzen, Anpassungen, Beratungsleistungen und Wartung zu bereitzustellen. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern lediglich, er sei "zufrieden, dass alle Parteien eine Einigung erzielen konnten".