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SAP-Kunden gründen BPM-Arbeitskreis

04.04.2006
Inwieweit entsprechen die geplanten ESA-Werkzeugen den Anwenderansprüchen an das Business-Process-Management?

Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Thema Geschäftsprozess-Management in SAP-Systemlandschaften. Zu diesem Zweck hat sie den Arbeitskreis "Business-Process-Management" (BPM) gegründet. Er sieht seine Aufgabe darin, die Weiterentwicklung der Enterprise Services Architecture (ESA) dergestalt zu beeinflussen, dass sie den Bedürfnissen der DSAG-Mitglieder, also der SAP-Kunden entspricht.

"Die inhaltliche Diskussion zeigt eindeutig, dass BPM derzeit ein ganz aktuelles Thema für die Anwender ist", so der Sprecher des Arbeitskreises, Martin Kochert. Er arbeitet hauptberuflich als Special Expertise Consultant für "SAP Netweaver" bei der Resource Informatik AG im schweizerischen Wollerau. Das Interesse der DSAG-Mitglieder manifestiert sich laut Kochert auch im Zuspruch, den die neue Arbeitsgruppe erfahren habe: Kurz nach der Gründung hätten sich schon 100 Mitstreiter zusammengefunden. Insgesamt steht die DSAG für rund 1.700 Mitgliedsunternehmen.

Kochert sieht den Arbeitskreis "auch ein wenig als Herausforderung" für die SAP. Von einem "akademischen" BPM-Begriff ausgehend, wollten die Mitglieder überprüfen, inwieweit das ESA-Konzept eigentlich alle notwendigen Tools zur Verfügung stelle, also ob sich Design, Modellierung, Konfiguration, Integration, Ausführung und Überwachung der Abläufe sowie die Prozessverantwortung mit den geplanten neuen ESA-Werkzeugen wahrnehmen lassen.

Zudem sucht das Nutzergremium nach Lösungsansätzen für den architektonischen Übergang von SAP R/3 zu ESA. "Die meisten Anwender wissen noch nicht, wie sie ihre Systemlandschaften mit der neuen Architektur zusammenbringen", erläutert Kochert. Wie können sich die Unternehmen möglichst frühzeitig auf den Übergang ins ESA-Zeitalter vorbereiten - sowohl architektonisch als auch organisatorisch? So lautet eine der Fragen, die der Arbeitskreis beantworten will.

Gleichzeitig beabsichtigen die in der BPM-Gruppe aktiven SAP-Kunden, die Weiterentwicklung der ESA mitzugestalten. Deshalb wollen sie die Anforderungen der DSAG-Mitglieder sammeln, bündeln und an die Produktentwicklung der SAP weiterreichen. (qua)