Nach dem Kauf von Business Objects

SAP-Kunden fehlt die Orientierung bei Business Intelligence

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Nach dem Kauf des BI-Herstellers Business Objects durch SAP wissen viele Anwender nicht, wie sie ihre künftige Produktstrategie ausrichten sollen.
Foto: coretelligence/solutionsparc.com

Die milliardenschwere Übernahme von Business Objects durch SAP wird das bisherige Angebot der Walldorfer an Software Business Intelligence (BI) erheblich verändern. Welche Folgen dies für SAP-Kunden haben wird, darüber herrscht derzeit große Unsicherheit bei Anwendern (Siehe auch "Schlechte Nachrichten: SAP will viele Produkte für Business Intelligence und CPM ausmustern"). Dies bestätigt jetzt eine Umfrage der Unternehmensberatung coretelligence und des Business-Portals Solutionsparc.com unter SAP-Anwendern. Danach fühlt sich nur jeder zehnte der 179 befragten Firmenvertreter in der Lage, seine Business Intelligence-Strategie an den neuen Gegebenheiten ausrichten zu können. 71 Prozent der Befragten suchen hingegen noch nach einer schlüssigen Antwort, weitere 18 Prozent der Befragten wollten sich gar nicht dazu äußern.

Die Unsicherheit unter den Anwendern spiegelt sich auch in ihrer Bewertung des strategischen Nutzens und der Risiken des Mergers für ihre BI-Strategie wider. So überwiegt bei 43 Prozent der Befragten die Skepsis oder gar offene Ablehnung. Positive Erwartungen hat nur ein Viertel der Firmen, während ein Drittel noch unschlüssig in der Bewertung ist (siehe auch das Interview von SAP-Vorstand John Schwarz bezüglich des Produktfahrplans und des Supports).