ERP

SAP-Konkurrent IFS schnürt Paket für Automobilzulieferer

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Mit "IFS Automotive Supply Chain" vermarktet der ERP-Anbieter eine Branchenlösung für Automobilzulieferer. Damit sollen Firmen den Datenaustausch (VDA, Odette), die Packmittelverwaltung sowie Vendor-Managed Inventory (VMI) besser steuern können.

Auf der Grundlage von "IFS Applications 7.5" hat das in Schweden beheimatete Softwarehaus die Branchenapplikation entwickelt. Laut dem ERP-Hersteller richtet sich Automotive Supply Chain an Systemlieferanten und Zulieferer. Sie können damit den Datenaustausch mit den Fahrzeugherstellern automatisieren. Dazu zählen gängige EDI-Formate wie VDA, EDIFACT, ODETTE und GLOBAL. Ferner stünden Funktionen für Lieferabrufe und Zahlungs-Avis bereit. Eine Packmittelverwaltung gestattet es den Anwendern, Verpackungsvorschriften der Werke einzuhalten. In diese Richtung zielt auch die Bedarfsplanung unter Verwendung von Behältern.

VMI, Konsignation und Kanban

Logistische Prozesse in der Zulieferindustrie sind anspruchsvoll, weil die Autowerke den Lieferanten enge Termine setzen und Lieferungen automatisch abrufen wollen. Die Fahrzeughersteller beziehen dabei die Zulieferer mit in ihre Abläufe ein. Dazu zählt die lieferantengesteuerte Bestandsführung (Vendor-managed Inventory, kurz VMI), die Verwaltung von Konsignationslagern, Qualitäts-Management, kollaboratives Projekt-Management und das "Material Information System" (MAIS). Dabei übermittelt der Autohersteller elektronische Dokumente (Pick-Up-Sheets) an den Automobilzulieferer und den Spediteur, um Materialbestellung, -lieferung und -eingang leichter abwickeln zu können. Typisch für die Branche ist darüber hinaus die Produktionssteuerung gemäß Kanban.

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Im Markt für ERP-Software steht IFS unter anderem mit SAP, Infor, Microsoft und Oracle in Wettbewerb. Die Applikation eignet sich für Unternehmen, die eine zentrale ERP-Umgebung für eine Firmengruppe betreiben wollen.