Erwartungen übertroffen

SAP konkretisiert nach starkem Q2 Jahresprognose

27.07.2010
Europas größter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnsprung verzeichnet und die Erwartungen am Markt übertroffen.
Die SAP-Doppelspitze: Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe (Foto: SAP)
Die SAP-Doppelspitze: Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe (Foto: SAP)
Foto: SAP AG

Dank des anziehenden Geschäfts mit Neulizenzen erhöhte sich der Software-Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 543 auf 637 Millionen Euro, wie das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 603 Millionen Euro gerechnet.

"Kleine, mittlere und große Kunden in vielen Branchen investieren wieder, um ihre Unternehmen auf eine neue Wachstumsphase vorzubereiten", sagte Co-Chef Bill McDermott. "Wir haben starkes Wachstum in strategischen Märkten wie den USA verzeichnet, außerdem zweistelliges Wachstum in wichtigen Wachstumsmärkten in Lateinamerika und Asien".

Der Umsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (SSRS) weitete sich von 1,953 auf 2,258 Milliarden Euro aus (Prognose: 2,13 Milliarden). Insgesamt legte der Umsatz von 2,576 auf 2,894 Milliarden Euro zu (Prognose: 2,74 Milliarden).

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich von 641 auf 774 Millionen Euro (Prognose: 743 Millionen). Unterm Strich stieg der Gewinn von 426 auf 491 Millionen Euro (Prognose: 530 Millionen).

Die Walldorfer konkretisierten Ziel für das SSRS-Umsatzwachstum ohne den Beitrag des Unternehmens Sybase von vier bis acht Prozent auf sechs bis acht Prozent. Einschließlich des Neuzukaufs will die SAP um neun bis elf Prozent wachsen. Bei der EBIT-Marge peilt das Unternehmen weiterhin 30 bis 31 Prozent an.

Finanzvorstand Werner Brandt sagte, den Schub im Wartungsgeschäft verdanke die SAP der Tatsache, dass die Kunden den teureren Enterprise Support gewählt hätten. Zudem gelang es SAP, den Kundenbestand erstmals über die Marke von 100.000 zu heben. Co-Chef Jim Hagemann Snabe kündigte an, die neue Version der Mittelstandssoftware Business ByDesign, der Hoffnungsträger des Unternehmens, stehe zum 31. Juli für das Massengeschäft in sechs Ländern bereit. (dpa/tc)