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SAP kommt bei der Bundeswehr nicht voran

21.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unklare Zuständigkeiten im Verteidigungsministerium und fehlende Fachkräfte verzögern die SAP-Einführung bei der Bundeswehr im Rahmen des Outsourcing-Projekts Herkules. Es sei Viertel vor Zwölf beschreibt Peter Bröhl, bei der Bundeswehr zuständig für das SAP-Projekt, den Stand der Dinge. Nach Angaben des Handelsblatts verschlingt das Vorhaben pro Tag rund 350 000 Euro an Beraterhonoraren, ohne dass wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Sollte das SAP-Projekt scheitern, droht der Bundeswehr ein enormer Rückschlag. Auf Basis der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware aus Walldorf sollen etwa 250 kaufmännische Einzelanwendungen an 700 Standorten abgelöst und vereinheitlicht werden.Gelingt das nicht, wird es auf Dauer eine schwer wartbare Vielzahl von Spezialprogrammen geben.