Preisanstieg verzögert

SAP kommt Anwendern bei der Wartung entgegen

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
SAP gibt dem Druck der Anwender nach und zögert die Erhöhung der Wartungsgebühren etwas heraus. Die 22 Prozent werden nicht 2012, sondern erst 2015 erreicht.

Laut einer offiziellen Mitteilung hat SAP zusammen mit der Anwendervereinigung Sugen (SAP User Group Executive Network) ein System von Leistungskennzahlen verabschiedet, um künftig den „Mehrwert von SAP Enterprise Support" zu messen. Der „Sugen Value Key Performance Index" (Sugen KPI Index) wird durch ein gemeinsames Benchmarking-Programm ergänzt. Darüber hinaus ändert SAP die Preisgestaltung für Supportverträge, die bereits auf SAP Enterprise Support umgestellt wurden.

„Unter Berücksichtigung der Gespräche mit Sugen sowie der aktuellen Wirtschaftslage" verlängert SAP die im Juli 2008 angekündigte stufenweise Preisanpassung für Kundenverträge, die bereits auf SAP Enterprise Support migriert sind, um drei Jahre. Ursprünglich war ein Zeitraum von vier Jahren bis 2012 geplant. Nun läuft die Erhöhung über sieben Jahre bis 2015. Ab dem Jahr 2010 erhöhen sich die Gebühren von SAP Enterprise Support für diese Kundenverträge unter Berücksichtigung der individuell geltenden Verträge, beschränkt durch eine jährliche Obergrenze, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Dies bedeute eine maximale durchschnittliche Erhöhung von 3,1 Prozent für die Jahre ab 2010. Ursprünglich wären die Kosten um acht Prozent pro Jahr bis 2012 gestiegen.

Bis Ende 2015 garantiert SAP die Preise für Enterprise Support mit maximal 22 Prozent. Die im Rahmen der deutschen und österreichischen Pflegeverträge übliche Regelung sei uneingeschränkt weiter gültig, und die definierte Obergrenze gelte auch für diese Verträge. Die Anpassungsregelungen für Verträge, die vor Juli 2008 geschlossen und noch nicht migriert wurden, bleiben weiterhin gültig.

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