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SAP hebt seine Jahresprognose leicht an

16.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Ansage von letzter Woche (Computerwoche online berichtete) waren die heute veröffentlichten erfreulichen Zahlen der SAP AG zum dritten Quartal keine echte Überraschung mehr. Der Walldorfer Konzern erzielte Lizenzeinnahmen von 433 Millionen Euro, minimal weniger als im Vorjahreszeitraum (435 Millionen Euro). Rechnet man negative Währungseinflüsse durch den schwachen Dollar heraus, wäre der Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent gestiegen. Im Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern hat SAP nach eigener Rechnung seinen Marktanteil zu Ende September auf 57 gesteigert nach 55 Prozent zu Ende des vorhergehenden Vierteljahrs. Der Gesamtumsatz des dritten Quartals betrug 1,65 Milliarden Euro und lag damit um rund drei Prozent unter den 1,7 Milliarden Euro aus dem Berichtzeitraum des Vorjahres.

Den operativen Quartalsgewinn abzüglich Übernahmekosten und Mitarbeitervergütung in Aktien steigerte SAP gegenüber dem vorhergehenden Quartal um 33 Prozent auf 423 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenerwartung von 330 Millionen Euro deutlich. Beim Gewinn nach Steuern legte das Unternehmen um 25 Prozent auf 252 Millionen Euro zu. "Trotz des weiterhin schwierigen Markumfelds erzielte die SAP ein sehr gutes Quartalergebnis", befand Vorstandssprecher Henning Kagermann.

Für das Gesamtgeschäftsjahr stellte der Konzern nun eine um etwa zwei Prozent höhere bereinigte operative Marge in Aussicht als die 22,7 Prozent aus dem Vorjahr. Bislang ging SAP von maximal 24,2 Prozent aus. Im traditionell schwächeren dritten Quartal betrug die Marge 26 Prozent und lag damit sieben Prozentpunkte höher als vor Jahresfrist. Der Gewinn pro Aktie werde für 2003 am oberen Ende der bislang avisierten Spanne von 3,45 bis 3,60 Euro liegen, erklärte das Softwareunternehmen. (tc)