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SAP-Gründer Hopp wehrt sich gegen Untreueverdacht

05.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der SAP -Mitbegründer und -Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Hopp hält die gegen ihn erhobenen Vorwürfe für ungerechtfertigt und plant nun, die Staatsanwaltschaft in Mannheim zu verklagen. Der langjährige Vorstandvorsitzende des Walldorfer Softwarekonzerns wird beschuldigt, er habe mit Mitteln aus seiner Dietmar-Hopp-Stiftung für den MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen gebürgt. Im Rahmen des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft sogar die Wohnung Hopps durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt (Computerwoche online berichtete).

Gegenüber der "Deutschen Presseagentur" erklärte Hopp nun, da er mit seinem Privatvermögen für die Bürgschaft gehaftet habe, sei das Vermögen der Stiftung zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Im Gegenteil habe er die Stiftung nur eingeschaltet, um ihr die Bürgschaftsprovision in Höhe von 350.000 Euro zu sichern.

Als eigentlichen Grund für das Vorgehen der Staatsanwaltschaft sieht Hopp die Suche nach Beweismaterial gegen MLP. Der Finanzdienstleister wird seit längerem der Bilanzmanipulation und des Insiderhandels verdächtigt. (mb)