Web

 

SAP erweitert Abfrageprozesse von Netweaver

12.10.2004

SAP hat neue Funktionen für die Technologieplattform "Netweaver" angekündigt, die es Unternehmen ermöglichen sollen, schnell und zuverlässig auf geschäftskritische Daten zuzugreifen. So sollen sich Analyseprozesse auf Basis aktueller Informationen über Lagerbestände oder Profitabilität abrufen lassen. Dadurch können genauere Absatzprognosen erstellt, die Zusammenarbeit mit Lieferanten verbessert und die Effizienz von Marketing-Kampagnen gesteigert werden, verspricht der Hersteller.

Die Funktionen, die voraussichtlich mit der kommenden Netweaver-Generation 2005 zur Verfügung stehen, unterstützen laut SAP eine hohe Zahl paralleler und komplexer Anfragen mit unterschiedlichen Parametern in Umgebungen mit hohen Datenvolumina. Dabei sollen sich bestehende Datenmodelle und Prozesse weiter nutzen lassen.

Die Funktionserweiterung sei unter anderem notwendig, weil neue Technologien wie RFID (Radio Frequency Identification) oder Anwendungen für Kassensysteme die Datenbestände im Unternehmen sehr schnell ansteigen lassen. Herkömmliche Verfahren für den Datenzugriff arbeiten unter diesen Bedingungen zwar zuverlässig, liefern die gewünschten Ergebnisse jedoch mit mitunter erheblichen Zeitverzögerungen, sagte Henry Morris, Group Vice President for Applications and Information Access Software Research beim Marktforscher IDC.

Die neuen Netweaver-Funktionen basieren auf Technologien wie skalierbare verteilte Recherchen (attribute search), spaltenweise Verarbeitung (vertical decomposition) und nutzen Ressourcen effizient (smart compression, adaptive/grid computing). Über die offene Architektur von Netweaver soll jeder Mitarbeiter auf seine bevorzugten Abfrage-Tools zugreifen können.

In Versuchsreihen hat SAP eigenen Angaben zufolge Antwortzeiten ermittelt, die im Durchschnitt um den Faktor zehn kürzer waren als bei herkömmlichen Analyseverfahren. In Einzelfällen sollen Abfragen sogar bis zu 1000-mal schneller gewesen sein. In Kombination mit vorhandenen Technologien haben sich laut Hersteller die Ladezeiten der Daten erheblich verringert. Neben einer Vereinfachung der Administration ergebe sich daraus auch die Absenkung der Gesamtbetriebskosten. (lex)