Flash-Speicher

Samsung zieht Angebot für SanDisk zurück

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Samsung Electronics aus Südkorea hat kein Interesse mehr am Kauf des kalifornischen Speicherkarten-Spezialisten SanDisk.

Samsung zog seine Offerte über 5,8 Milliarden Dollar am Mittwochmorgen (Ortszeit) zurück. SanDisk sei die gebotene Summe nicht mehr wert und habe außerdem freundliche Übernahmeverhandlungen abgelehnt. Die Koreaner hatten ihr Angebot von 26 Dollar pro SanDisk-Aktie am 17. September öffentlich gemacht. SanDisk lehnte seinerzeit prompt ab und erklärte, Samsung wolle nur den Marktabschwung nutzen, um SanDisk zum Schnäppchenpreis zu kaufen.

Ein Deal hätte zu einer Kombination des größten Herstellers von Flash-Speicherchips weltweit (Samsung) mit einem der größten Anbieter von Produkten geführt, in denen diese Chips stecken (SanDisk). Analysten hatten angesichts dessen kartellrechtliche Bedenken geäußert.

SanDisk enhüllte mittlerweile im Zuge des weltweiten Abschwungs an den Börsen eigene finanzielle Probleme. Am Montag meldete das in Milpitas ansässige Unternehmen einen unerwartet hohen Verlust für sein drittes Fiskalquartal und teilte mit, es werde Teile seines bisher gleichberechtigen Fertigungs-Joint-Ventures an den japanischen Partner Toshiba verkaufen.

Die SanDisk-Aktie schloss gestern an der Nasdaq knapp zwei Prozent fester bei 15,04 Dollar.