Frankreich und Italien

Samsung will Verkauf von iPhone 4S blockieren

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der koreanische Elektronik-Riese hat angekündigt, noch heute in Paris und Mailand vor Gericht eine Einstweilige Verfügung zu beantragen, um den Verkauf des neu vorgestellten iPhone 4S in den entsprechenden Ländern zu verhindern.

Als Grund führt Samsung Electronics in seinem Blog an, Apple nutze mit dem neuen iPhone widerrechtlich zwei Samsung-Patente im Bereich mobile Datenübertragung, konkret zur Nutzung von UMTS-Technik in Mobiltelefonen.

Da die Technik essenziell für das zuverlässige Funktionieren von Mobilfunknetzen sowie -Geräten sei, sieht Samsung die Patentverletzung als erheblich und fordert daher einen Verkaufsstopp des iPhone 4S. Italien und Frankreich sind dabei offenbar nur der Anfang - das Unternehmen kündigte an, es werde "nach einer weiteren Überprüfung" auch in anderen Ländern eine Einstweilige Verfügung beantragen. "Apple hat andauernd unsere Schutzrechte verletzt und unsere Technologie kostenlos genutzt. Wir sind der Ansicht, es ist nun an der Zeit, mit rechtlichen Schritten unsere Innovationen zu schützen."

Samsung hatte schon früher angedeutet, gerichtlich gegen das neue Apple-Smartphone vorzugehen. Im September erklärte ein führender Manager gegenüber der koreanischen Presse, ohne die Nutzung von Samsung-Patenten könnte Apple kein einziges seiner i-Geräte verkaufen - es sei denn, die Company entferne die Mobilfunkfunktionen.