Für Smartphones, Tablets und Wearables

Samsung und SAP kooperieren bei mobilen Business-Lösungen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Als eine Art Gegenentwurf zur Zusammenarbeit von Apple und IBM haben Samsung und SAP eine neue Partnerschaft angekündigt. Ziel sind Unternehmenslösungen für verschiedene Branchen auf Basis von Samsung-Devices und der SAP Mobile Platform sowie der Aufbau eines Partnernetzes.
Das neue Logo der SAP SE (2014)
Das neue Logo der SAP SE (2014)
Foto: SAP

Wie die beiden Unternehmen auf der derzeit stattfindenden SAP-Technologiekonferenz SAP TechEd bekanntgaben, soll die Zusammenarbeit Lösungen ermöglichen, die auf dem integrierten Angebot von Samsung und SAP auf mobilen Geräten sowie Wearables aufbauen. Gleichzeitig würden die Entwickler von gemeinsamen Cloud-Lösungen auf Basis mobiler Services für die SAP HANA Cloud Platform profitieren.

Die beiden Firmen hatten bereits vor einem Jahr die Zusammenarbeit im Bereich Mobile Security - konkreter die Integration der Dua-Persona-Lösung Samsung Knox in SAPs EMM-System Afaria vereinbart. Nun wollen SAP und Samsung die Kooperation im Bereich Enterprise Mobility mit der Entwicklung von an die Samsung-Geräte angepassten Apps über die SAP Mobile Platform weiter vertiefen.

Mobile Unternehmenslösungen für vertikale Branchen

Samsung und SAP werden sich anfangs auf Schlüsselszenarien in mehreren vertikalen Märkten konzentrieren, in denen der Trend stark zu mobilen Anwendungen geht. Durch die Verknüpfung von bestehenden SAP-Anwendungen und -Plattformen mit den mobilen Geräten von Samsung sollen dabei zahlreiche neue Funktionen entstehen. Im Fokus stehen dabei Branchen wie Handel, Öl- und Gasindustrie, Finanz- und Gesundheitswesen.

Darüber hinaus ist geplant,die Möglichkeit für Entwickler, die Benutzeroberfläche von SAP Fiori und die mobile Anwendung SAP Field Service für das Geräteportfolio von Samsung zu optimieren, um mit den besonderen Funktionen der Mobilgeräte von Samsung wie S Pen, Multi Window, S Voice und Air Gesture neue Einsatzmöglichkeiten zu bieten.Außerdem wollen Samsung und SAP mit der Gründung eines Joint Innovation Centers gemeinsam neue Business-Anwendungen und -lösungen entwickeln.

Obwohl die Kooperation ziemlich stark an die Partnerschaft zwischen Apple und IBM erinnert, gibt es doch einen kleinen Unterschied: Im Gegensatz zu iPhones und iPads haben sich Samsungs Galaxy-Geräte bei weitem noch nicht so stark im Business-Umfeld etabliert. Auf der anderen Seite hat Samsung mittlerweile mit dem Galaxy S4 Active und dem Galaxy Tab Active auch Ruggedized-Modelle im Angebot. Diese robusten Devices eignen sich auch für Einsatzbereiche, wo Apples iOS-Geräte ziemlich alt aussehen. Der Hersteller aus Cupertino gibt etwa das iPhone nur für Temperaturbereich zwischen 0 und 35 Grad Celsius frei.