Mit Quadcore-CPU, 4,8-Zoll-Display, NFC und ICS

Samsung stellt das Galaxy S III vor

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach langem Rätselraten der Fangemeinde hat Samsung am Donnerstag in London das neue Galaxy SIII vorgestellt. Hier die Details des neuen Smartphone-Flaggschiffs der Koreaner.

Der Smartphone-Riese Samsung ist dafür bekannt, seinem Rivalen Apple in vielerlei Weise nachzueifern. So gelang es den Koreaner diesmal nahezu perfekt, die Gerüchteküche zum Brodeln zu bringen und eine richtige Spannungskurve bis zur Vorstellung aufzubauen. Ob das anschließend gezeigte Android-Gerät (Android 4.0, ICS) die geweckten Erwartungen erfüllen kann, bleibt indes abzuwarten. So hat Samsung - in Apple-Manier - weitgehend ModellpfIege betrieben und technisch bei weitem nicht alle Möglichkeiten ausgereizt.

Doch immer der Reihe nach: Äußerlich unterscheidet sich das neue Topmodell gegenüber dem Vorgänger Galaxy S II vor allem durch rundere Formen, gleichzeitig weist das Galaxy S III eine von 4,2 auf 4,8 Zoll gewachsene Bildschirmdiagonale auf. Beim Bildschirm selbst handelt es sich um ein HD-SuperAmoled-Display mit Pentile Matrix und 1280 mal 720 Pixel Auflösung.

Da Samsung das Display beim Galaxy S III mit einem schmaleren Rahmen umfasste, halten sich die äußeren Abmessungen in Grenzen. Die Länge stieg von 125 auf 137 Millimeter, in der Breite legte das neue Flaggschiff lediglich von 66 auf 71 Millimeter zu, während die Tiefe gar von neun auf 8,6 Millimeter zurückging. Auch der Gewichtszuwachs hält sich mit 133 Gramm (Galaxy S II: 116 Gramm) noch in Grenzen.

Wie nicht anderes zu erwarten, arbeitet im Inneren des Galaxy S III ein Quad-Core-Prozessor, Samsung setzt dabei auf einen Exynos-Chip aus eigener Entwicklung. Diesem werde ein Gigabyte (GB) RAM zur Seite gestellt, den internen Speicher gibt Samsung mit 16 beziehungsweise 32 GB an. Eine 64-GB-Version ist geplant, außerdem lässt der Speicher über einen microSD-Slot erweitern.

Mit der Außenwelt kommuniziert das Gerät via WLAN 802.11 b/g/n (mit Kanalbündelung), HSPA+ bis 21 Mbit/s, Bluetooth 4.0 sowie NFC. Auch eine LTE-Variante wird angeboten, allerdings nur für bestimmte Märkte und nicht für Europa. Ähnlich wie Apple scheint leider auch Samsung kein Interesse daran zu haben, das Smartphone länderspezifisch an die genutzten LTE-Kanäle anzupassen. Die Nutzer in aller Welt profitieren immerhin von dem leistungsfähigen 2100 mAh-Akku, der kabellos via Induktion aufgeladen werden kann. Er ist natürlich auswechselbar.

Zusatz-Features zur Standardkost

Was die Kamera anbelangt, liefert das Galaxy S III mit einem 8-Megapixel-Modul auf der Rückseite (LED-Blitz, HD-Video-fähig) und einer 1,9-MP-Frontkamera für ein Highend-Modell - zumindest von der Werten her - eher Standardkost. Als Besonderheit verspricht Samsung jedoch eine Reihe von Zusatzfeatures. Beispielsweise erkennt das Smartphone über die Frontkamera, dass auf das Display geschaut wird - solange wird der Bildschirm nicht abgedunkelt oder gar abgeschaltet.

Auch sonst hat Samsung bei der Software (mehr oder weniger) tief in die Trickkiste gegriffen. Hat man etwa im Adressbuch eine Telefonnummer aufgerufen, reicht es aus, das Galaxy S III an das Ohr zu halten, um einen Anruf zu starten. Über verpasste Anrufe oder Nachrichten informiert das Smartphone bereits beim in die Hand nehmen durch Vibration.

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