Plastik-OLEDs

Samsung setzt auf biegsame Displays

Thomas Cloer
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Als erster Hersteller überhaupt könnte der südkoreanische Samsung-Konzern unzerbrechliche, leichtere und biegsame Plastik-Displays für Smartphone und Tablets kommerziell anbieten.
Die Samsung-Zentrale in Seoul, Südkorea
Die Samsung-Zentrale in Seoul, Südkorea
Foto: Oskar Alexanderson (CC BY-SA 2.0)

Das berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Samsung Display sampelt solche Displays demnach bereits mit einigen Kunden; nach Aussagen eines Informanten könnten sie im ersten Halbjahr 2013 auf den Markt kommen (in welchem Umfang ist allerdings unklar). Für die Kunststoff-Bildschirme setzt Samsung demnach auf die OLED-Technik, die das Unternehmen auch schon heute in Smartphones und Fernsehern verbaut, allerdings zusammen mit Glas.

OLEDs sind dünn und lassen sich auch auf flexiblen Materialien wie Plastik oder Metallfolie aufbringen. Biegsame OLEDs werden in der Branche seit Jahren erforscht, unter anderem Sony und LG haben in der Vergangenheit auch schon Prototypen präsentiert. Aufgrund technischer Probleme bei der Massenfertigung hat sie aber bislang kein Hersteller kommerzialisiert oder in Produkten benutzt - Samsung hofft nun, der erste damit am Markt zu sein. Das südkoreanische Firmenkonglomerat hatte früher in diesem Jahr seine LCD- und OLED-Sparten zur neuen Tochter Samsung Display zusammengelegt.

LG und Sharp konzentrieren sich derzeit verstärkt auf die sogenannten In-Cell-Displays, bei der die Touch-Sensoren direkt in das LCD-Panel integriert sind. Solche Displays können daher dünner und leichter sein; Apple verbaut sie beispielsweise im aktuellen iPhone 5. Samsung hat gegenwärtig jede Menge Geld, dass es in sein Display-Geschäft investieren kann - beim Flaggschiff-Bereich Samsung Electronics war der Reingewinn im dritten Quartal um im Jahresvergleich 91 Prozent auf umgerechnet rund sechs Milliarden Dollar gestiegen.

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