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Samsung rechnet mit stabilen LCD-Preisen

27.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Samsung Electronics geht davon aus, dass das hohe Preisniveau für LCD-Bildschirme mindestens bis ins erste Halbjahr 2004 anhält. Grund sei die steigende Nachfrage nach Notebooks und Flachbildfernsehern, so der südkoreanische Elektronikkonzern. Wegen des knappen Angebots rechne sein Unternehmen nicht damit, dass die LCD-Preise unter das gegenwärtige Preisniveau sinken, sagte Samsung-Manager Cho Yeongduk bei der Präsentation des mit einer Bilddiagonale von 57 Zoll (laut Samsung) weltgrößten TFT-LCD-Displays in Seoul. Die Verknappung werde es Samsung im nächsten Jahr ermöglichen, die Einnahmen in diesem Bereich gegenüber 2003 von schätzungsweise 5,1 Milliarden auf etwa sieben Milliarden Dollar zu steigern, prognostizierte Cho.

Um den steigenden Bedarf an LCD-Panels zu decken, hat Samsung erst im vergangenen Monat mit der japanischen Sony den Bau einer gemeinsamen Fertigungsstätte in Südkorea vereinbart. Die neue Anlage soll im Jahr 2005 ihren Betrieb aufnehmen und 40 Prozent des Weltmarktes bedienen (Computerwoche online berichtete). Aber auch die Konkurrenz schläft nicht: Vergangene Woche teilte LG Philips mit, es werde bis Ende kommenden Jahres 2,9 Billionen Won (etwa 2,46 Milliarden Dollar) in den Ausbau seiner LCD-Panel-Fertigung stecken. Mit dem Geld will das Joint-Venture zwischen LG Electronics und Philips die Produktion in dem Werk in der südkoreanischen Stadt Gumi ausweiten und modernisieren. Mit der zusätzlichen Kapazität will das Gemeinschaftsunternehmen ab Ende 2004 monatlich bis zu 90.000 Einheiten Motherglass produzieren (Computerwoche online berichtete). (mb)