Handygeschäft treibt Umsatz und Gewinn

Samsung legt weiter kräftig zu

06.07.2012
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung profitiert weiter vom boomenden Handygeschäft.
Die Konzernzentrale von Samsung in Seoul
Die Konzernzentrale von Samsung in Seoul
Foto: Oskar Alexanderson (CC BY-SA 2.0)

Das Wachstum fiel im zweiten Quartal allerdings geringer aus als von Analysten erhofft. Der Umsatz legte um knapp ein Fünftel auf 47 Billionen Won (umgerechnet 33,3 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen in Seoul mitteilte. Der operative Gewinn stieg um rund 79 Prozent auf 6,7 Billionen Won. Die Samsung-Aktie geriet nach den Eckdaten zum zweiten Quartal unter Druck und verlor zuletzt etwas mehr als zwei Prozent.

Das Unternehmen gab am Freitag keine Details zu den Sparten oder andere Zahlen bekannt. Analysten gehen allerdings davon aus, dass vor allem das Handygeschäft deutlich zugelegt hat. Dort dürfte sich der Umsatz auf 24 Billionen Won fast verdoppelt haben - der operative Gewinn der Sparte soll den Schätzungen zufolge auf rund 4,4 (Vorjahr: 1,67) Billionen Won gestiegen sein. Samsung hat vor kurzem Nokia als weltgrößten Handyproduzenten abgelöst und liegt auch bei den hochwertigen und gewinnträchtigen Smartphones vorne. In diesem Markt streiten sich die Südkoreaner mit dem US-Konzern Apple um die Vorherrschaft.

Beide Unternehmen überziehen sich regelmäßig mit Patentklagen. Zuletzt hatte Apple hiermit in den Vereinigten Staaten einen Erfolg erzielt. Samsung darf das Gerät Galaxy Nexus vorerst nicht mehr in den USA verkaufen. Die juristischen Gefechte mit Apple sind deswegen so pikant, weil die Amerikaner auch einer der wichtigsten Kunden der Samsung-Chipsparte sind. Dort kämpft Samsung mit fallenden Preisen und einem rückläufigen PC-Markt. Hier rechnen die Experten mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal.

Probleme bereitet den Südkoreanern auch die Schuldenkrise in Europa, die auf den Verkauf von Konsumgütern wie Fernsehern oder anderen Haushaltsgeräten drückt. Analysten gehen daher davon aus, dass der Gewinn im dritten Quartal vorerst seinen Höhepunkt erreichen wird. (dpa/tc)