Neue Snapdragon-Variante?

Samsung Galaxy S4 erlebt Preis-Verfall

15.06.2013
Samsung wehrt sich mit aller Macht gegen Berichte, das Galaxy S4 verkaufe sich schlechter als erwartet. Das aktuelle Spitzen-Smartphone erlebt jedoch einen spürbaren Preisverfall. Das Interesse der Käufer könnte eine neue Variante des Samsung Galaxy S4 mit Snapdragon-800-Prozessor neu entfachen.

Der Branchendienst "Digitimes" berichtet unter Berufung auf Branchenkreise, Samsung habe die für das zweite und dritte Quartal dieses Jahres bei den Auftragsfertigern bestellte Stückzahl an Bauteilen für das Galaxy S4 reduziert. Die an Samsung gelieferten Komponenten reichten für rund 20 bis 25 Millionen Einheiten des Galaxy S4 aus, schätzen die Personen. Gründe für das nachlassende Auftragsvolumen seien die zunehmende Sättigung des Smartphone-Markts im Highend-Bereich und nachlassende Nachfrage der Verbraucher nach diesen Geräten. Außerdem erlebe Samsung erstarkte Konkurrenz durch neue Top-Smartphones von Herstellern wie HTC, Sony oder Huawei. Laut Digitimes sehen die Quellen aber Samsung weiter als unangefochtenen Marktführer und erwarten von dem südkoreanischen Unternehmen einen Absatz von rund 70 Millionen Smartphones im dritten Quartal.

Nun schon ab 530 Euro erhältlich: Samsung Galaxy S4
Nun schon ab 530 Euro erhältlich: Samsung Galaxy S4
Foto: Samsung

Mehrere Analysten hatten zuletzt eine bereits nachlassende Nachfrage nach dem Samsung Galaxy S4 prognostiziert. JPMorgan geht für Juli von sieben bis acht Milliarden ausgelieferten Einheiten des Samsung-Smartphones aus. Die Samsung-Aktie in Seoul gab daraufhin um über 6 Prozent nach und fiel zwischenzeitlich auf einen Wert von umgerechnet unter 480 Euro. Die Marke von zehn Millionen abgesetzten Einheiten des Galaxy S4 hatte der Hersteller in weniger als einem ganzen Monat nach Verkaufsstart geknackt. Samsung will insgesamt 100 Millionen Galaxy S4 verkaufen, Analysten rechnen jetzt mit einer Gesamtzahl von nur 60 Millionen.

Samsung-Manager: S4-Verkaufszahlen sind gut

Samsung-Mobile-Chef JK Shin widersprach jetzt den Analysten-Schätzungen. "Ich kann sagen, dass die Verkaufszahlen des Galaxy S4 gut sind", zitiert ihn die "Korea Times". Laut der Zeitung komme es selten vor, dass ein Samsung-Manager solche Marktprognosen kommentiere.

Darauf, dass die Nachfrage nach dem Samsung GalaxyS4 nicht so hoch wie erwartet ausfällt, könnte auch der Preisverfall des Geräts hindeuten. In deutschen Shops ist das Vorzeige-Smartphone der Südkoreaner mittlerweile für Preise ab etwa 530 Euro ohne Vertrag erhältlich, im Rahmen von zeitlich befristeten oder regionalen Sonderangeboten sogar für noch deutlich weniger Geld. Das Gerät war Ende April für einen Preis ab 630 Euro ohne Vertrag in den Verkauf gestartet, die UVP des Herstellers beträgt 649 Euro. Eine andere Interpretation der Preisreduzierung könnte dagegen lauten, Samsung habe die UVP zu hoch angesetzt.

Kein Kommentar von JK Shin wird zu dem Gerücht überliefert, Samsung stelle ihn Kürze eine neue Variante des Galaxy S4 mit Snapdragon-800-Prozessor (MSM8974) mit vier Krait-400-Kernen mit bis zu 2,3 Gigahertz und Adreno-330-GPU vor. Derzeit bestückt der Hersteller das Flaggschiff-Smartphone entweder mit einem Snapdragon 600 (zum Beispiel im Gerät für den deutschen Markt) oder mit einem Exynos 5410 Octa. Darauf deuten Dokumente aus der Produkt-Datenbank der Digital Living Network Alliance (DLNA) hin. Die neuen Ausführungen des Galaxy S4 mit den Modellnummern SHV-E330S, SHV-E330K und SHV-E330L, die auch Telefonate per LTE (VoLTE) unterstützen sollen, seien jedoch nur für die drei Mobilfunkbetreiber im Heimatland des Herstellers gedacht.JK Shin bestätigte jedoch laut Korea Times, dass Samsung am 20. Juni in London eine Galaxy Camera 2 vorstellen werde.

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