Juniper Research

Samsung baut Führung bei Smartphones aus

26.07.2012
Samsung bleibt Marktführer bei Smartphones. Das Unternehmen verkaufte in Q2 doppelt so viele Geräte weltweit wie sein stärkster Konkurrent Apple. Alle anderen Hersteller haben laut Juniper Research weniger rosige Aussichten.
Erfolgsmodell: Das Samsung Galaxy SIII wurde bereits mehr als 10 Millionen Mal verkauft.
Erfolgsmodell: Das Samsung Galaxy SIII wurde bereits mehr als 10 Millionen Mal verkauft.
Foto: Samsung

Samsung konnte im zweiten Quartal 2012 seine Führungsposition im Smartphone-Markt weiter ausbauen. Das südkoreanische Unternehmen verkaufte in den Monaten April bis Juni weltweit ingesamt 52 Millionen der kleinen Taschenkomputer. Das ist mehr als doppelt so viel wie sein stärkster Konkurrent Apple, so der Marktforscher Juniper Research. Der Hersteller aus Kalifornien gab gestern bekannt, rund 26 Millionen iPhones verkauft zu haben.

Das Modell Galaxy SIII ist mit 10 Millionen verkaufter Geräte in nur zwei Monaten für Samsung zwar ein absoluter Erfolg, im Vergleich zum Gesamtabsatz aber nur ein kleiner Fisch. Das eigentliche Erfolgsgeheimnis des Herstellers ist nach Meinung von Juniper Research die breite Aufstellung des Angebotes über alle Preisregionen hinweg.

Der Blackberry-Hersteller RIM verkaufte dagegen gerade einmal 7,2 Millionen Smartphones. Das Unternehmen hat nach Meinung der Marktforscher immer noch Probleme, sich an den veränderten Smartphone-Markt und den Trend zu Touchscreens anzupassen. Der globale Smartphone-Absatz bei Nokia von 10,2 Millionen Geräten sei dagegen ein klares Zeichen, dass sich der Wechsel zur Microsoft-Plattform Windows Phone langsam für das Unternehmen auszahlt.

Auch die Samsung-Konkurrenz aus dem Android-Lager kann nicht mit dem südkoreanischen Giganten mithalten. HTC verkaufte nach vorläufigen Angaben nur 11,6 Millionen Geräte und Motorola fehlt es an Präsenz in Westeuropa. Die größten Chancen, zu Samsung aufzuschließen, rechnet sich Juniper Research für Sony aus. Der japanische Elektronikriese ist weltweit bekannt und hat mit Xperia einen etablierten Markennamen. Die Marktforscher kritisieren jedoch, dass Marketing und Produktqualität bisher enttäuschend waren.

Nach ersten Schätzungen wurden im zweiten Quartal 2012 weltweit insgesamt knapp 133 Millionen Smartphones ausgeliefert. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es nur 105 Millionen Stück.

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