Desk.com

Salesforce expandiert Richtung Kundenservice

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Salesforce hat mit Desk.com eine Lösung für Kundenservice und Help Desk aus der Cloud gestartet.

Mit Desk.com, vormals Assistly, können Unternehmen laut Anbieter einen personenbezogenen Kundenservice über einen Help Desk anbieten, das vernetzt, mobil sowie einfach bedien- und installierbar ist. Desk.com integriert soziale Netzwerke und läuft in der Mobile-Variante auch auf allen HTML5-fähigen Smartphones. Selbst Unternehmen ohne IT-Personal sollen die Anwendung binnen eines Wochenendes in Betrieb nehmen können.

Die Integration von Facebook und Twitter mit Desk.com ist standardisiert und "out of the box". Mit weniger als fünf Klicks kann ein Unternehmen den Facebook- oder Twitter-Account mit Desk.com und dem Desktop des Mitarbeiters verknüpfen. Soziale Netzwerke sollen so zu den traditionellen Support-Kanälen aufschließen und gleichrangig werden.

Desk.com ist ab sofort verfügbar. Der Einstiegspreis pro Vollzeit-Anwender und Monat mit unbegrenzter Nutzungskapazität beträgt 49 Dollar; die Nutzung von Desk.com Mobile ist das inklusive. Alternativ kann man Desk.com auch für einen Dollar pro Stunden für Teilzeitkräfte buchen. Noch im Laufe des ersten Quartals soll es auch Reporting-Funktionen geben.

Das Konzept von Desk.com erinnert stark an die schon länger verfügbare Lösung der Start-up-Firma Zendesk, die damit unter anderem den COMPUTERWOCHE-Wettbewerb "Best in Cloud" gewonnen und ironischerweise erst gestern eine Spendenaktion für ein nach Salesforce-Chef Marc Benioff benanntes Kinderkrankenhaus gestartet hatte.

Zendesk-Chef Mikkel Svane jedenfalls sieht den Launch von Desk.com gelasen. Er schreibt uns:

"I would hardly describe it as a confrontation. The Assistly rebranding has been expected since the acquisition. There is nothing surprising here.

As for Zendesk we will continue to do what we've been doing since our start. We have a groundbreaking product that transforms customer service. We've tripled our revenues for two consecutive years. We now
have 15,000 business customers which, in turn, support 65 million consumers in 137 countries. Last year we expanded our international presence with new offices in the United Kingdom, Australia, and Denmark. It's hard not to describe Zendesk as a company that freakin' rocks :-)"