Plus Niederlassung in Berlin

Salesforce.com kündigt Rechenzentrum in Deutschland an

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der SaaS-Pionier (Software-as-a-Service, neuerdings Cloud) Salesforce.com will in Europa strategisch investieren und unter anderem ein Rechenzentrum in Deutschland bauen.

Salesforce.com will einer Mitteilung zufolge im Fiskaljahr 2015 europaweit mehr als 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem baut das Unternehmen drei neue Rechenzentren auf dem alten Kontinent - den Anfang macht im August 2014 eines in Großbritannien, zwei weitere in Deutschland und Frankreich sollen im kommenden Jahr in Betrieb gehen.

Salesforce.com-Chef Marc Benioff auf der Hausmesse Dreamforce 2013
Salesforce.com-Chef Marc Benioff auf der Hausmesse Dreamforce 2013
Foto: Thomas Cloer

Salesforce begründet das verstärkte Engagement unter anderem mit 41 Prozent Umsatzwachstum in Europa im Finanzjahr 2014 und stetiger Nachfrage von Unternehmen jeglicher Größe; beispielhaft werden BMW, Pernod Ricard sowie Carl Zeiss Vision genannt. Was Salesforce.com nicht sagt, aber ebenfalls hinter dem Schritt stecken dürfte: Europäische Firmen misstrauen nach der NSA-Affäre SaaS/Cloud-Anbietern aus den USA und pochen deswegen auf Datenhaltung in Europa.

Am 1. April jedenfalls eröffnet Salesforce.com seine neue Niederlassung in Berlin. "Wir sehen einen großen Bedarf an cloud-basierten Services unter anderem in der Startup-Szene", kommentiert Joachim Schreiner, als Senior Vice President von Salesforce.com für den Bereich DACH Enterprise Sales zuständig, "und freuen uns, dass unsere Vision des Internet of Customers in wachsenden deutschen Unternehmen wie Lieferheld, Sum up, Simpleshow und MyMüsli gelebt wird." Zuvor war das Unternehmen bereits in den eher Blue-Chip-Hochburgen München, Frankfurt und Düsseldorf präsent.