Infrastructure as a Service

SaaS-Variante mit Potenzial

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Anzeige  In der aktuellen Wirtschaftskrise forcieren Unternehmen nur IT-Projekte, die kurzfristige Kosteneinsparungen versprechen. Speziell in IT-Infrastrukturen schlummern noch erhebliche Sparpotenziale, die sich durch den Bezug von Infrastructure as a Service heben lassen.

In diesem Jahr werden Unternehmen weniger IT-Projekte zur Konsolidierung und Standardisierung ihrer heterogenen IT-Landschaften und IT-Infrastrukturen durchführen. Erst ab 2010 soll wieder mehr in entsprechende Vorhaben investiert werden.

Das prognostizieren die Analysten des Marktforschers Pierre Audoin Consultants (PAC) in der Studie "Infrastructure Services, Germany 2008". Der Outsourcing-Markt im Bereich IT-Infrastruktur soll dabei eher geringfügig von der Wirtschaftskrise betroffen sein, denn Unternehmen können dadurch signifikante Kosteneinsparungen realisieren.

IT-Infrastruktur als Service

Der Bereich Infrastructure-as-a-Service wird bis 2012 ein überdurchschnittliches jährliches Marktwachstum aufweisen. Quelle: PAC, 2008
Der Bereich Infrastructure-as-a-Service wird bis 2012 ein überdurchschnittliches jährliches Marktwachstum aufweisen. Quelle: PAC, 2008

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit stellen insbesondere im Infrastruktur-Bereich Lösungen auf der Grundlage von Infrastructure as a Service eine interessante Option dar. Die Marktforscher gehen davon aus, dass der Bereich Infrastructure as a Service bis 2012 jährlich um durchschnittlich mehr als fünf Prozent wachsen wird. Vorteil dieser SaaS-Variante ist, dass sich Teile der IT-Infrastruktur vollständig als Service beziehen lassen - zum Beispiel Archivierungs- oder Backup-Systeme.

Auf diese Weise können Unternehmen die benötigten Infrastrukturen bedarfsgerecht und zu fixen Kosten von einem IT-Dienstleister beziehen und diese zudem jederzeit flexibel erweitern. Speziell kleinere und mittelgroße Firmen, die nicht das entsprechende Datenvolumen für eine dedizierte Archivierungslösung erreichen, können davon profitieren.

Die PAC-Studie analysiert den deutschen Markt für infrastrukturnahe Dienstleistungen und beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Daten zur Marktentwicklung in den Jahren 2007 bis 2012.