Smart Metering

RWE analysiert Stromdaten mit Oracle Exadata

09.02.2015
Der Versorger RWE sammelt bereits ziemliche Datenmengen aus "intelligenten" Stromzählern. Für deren Analyse wählte der Konzern durchsatzstarke Oracle-Hardware.

Dem explodierenden Datenaufkommen in der Versorgungsbranche begegnet RWE einer Mitteilung zufolge mit der Einführung von Oracle-"Exadata"-Maschinen. Zur Abwicklung ihres digitalen Messdaten-Managements im Großkundenbereich der Töchter RWE Metering GmbH und Westnetz GmbH setzt RWE auf die Energiemarkt-Suite des Oracle-Partners Robotron Datenbank-Software GmbH. Diese Software dient RWE als zentrale Datendrehscheibe zur Datenerfassung, -verwaltung und -aufbereitung der generierten Massendaten.

Oracle Exadata Database Machine
Oracle Exadata Database Machine
Foto: Oracle

Das durch umfassende Messdaten, beispielsweise durch digitale Stromzähler, zukünftig generierte Datenaufkommen stelle dabei hohe Ansprüche an die zur Datenverarbeitung verwendete Hardware, heißt es weiter. Die Vorbereitung des Smart-Meter-Rollouts habe deshalb eine Modernisierung der bisher für diese Zwecke genutzten Server-Infrastruktur erfordert. Kernziele waren hohe Verfügbarkeit der Applikation, weniger Downtime durch Prozessausfälle aufgrund von Ressourcen-Engpässen sowie einfache Skalierbarkeit bei wachsendem Datenaufkommen.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Nach einem "aufwendigen Evaluationsprozess" entschied RWE sich schließlich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014 für eine Kombination aus "Exadata Database Machine" und Hybrid-Speichersystem "ZFS Storage Appliance". Die speziell aufeinander abgestimmte Hardware und Software von Oracle habe im Duett mit der Robotron-Branchenlösung die Vorgaben im Auswahlprozess "um ein Vielfaches" übertroffen. Beispielsweise reduzierte sich die Durchlaufzeit beim Datenimport während eines Massendatentests um den Faktor 9,5. Die detaillierte Datenauswertung von einer Millionen Stromzählern brauchte nur 2,5 Stunden statt der geforderten 24. In einem zweiten Test analysierte das System binnen 24 Stunden 2,3 Milliarden Zählerstände.

"Dank der Oracle-Engineered-Systems-Lösung im Zusammenspiel mit der Robotron-Energiemarkt-Suite konnten wir die Performance im Energiedaten-Management deutlich steigern", bestätigt Jan-Wilm Buschkamp, Leiter des Systemmanagement Meter-to-Cash bei Westnetz. Mit der hohen Skalierbarkeit sei man nun auch auf die Herausforderungen des Smart-Meter-Rollouts vorbereitet.