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Russland will 3,3 Milliarden Dollar für Svyazinvest-Tranche

29.12.2005
Russland will mit dem geplanten Verkauf von fast 75 Prozent der staatlichen Telekom-Holding Svyazinvest mindestens umgerechnet 3,3 Milliarden Dollar einnehmen.

Das erklärte gestern Valerij Nazarov, der Chef der staatlichen Privatisierungsbehörden. Zuvor hatten Offizielle nur von 2,7 Milliarden Dollar gesprochen. Allerdings waren die Kurse verschiedener Svyazinvest-Töchter in diesem Jahr in Erwartung des Teilverkaufs der Holding merklich gestiegen.

Nazarov räumte ein, dass es bislang keine offizielle Bewertung des Anteils gebe. Auch sei noch nicht klar, in welcher Form der Verkauf vonstatten gehen soll - ob als Auktion oder als Börsengang. Nazarov und der Minister für Telekommunikation, Leonid Reiman, sind sich laut "Wall Street Journal" aber zumindest einig darüber, dass die Regierung sich von 75 Prozent minus einer Aktie von Svyazinvest trennen sollte.

Die russiche Regierung kontrolliert die Transaktion, die Präsident Vladimir Putin genehmigen muss, weil Svyazinvest auch Regierung und Militär bedient. Reiman wollte nicht ausschließen, dass auch große ausländische Investoren (gemeinsam mit russischen Interessenten) an dem Verkauf partizipieren, der zur bislang größten Privatisierung des Landes werden könnte. (tc)