IT & Business Excellence

Compliance

Rückverfolgung von Sprengstoff mit SAP Standard

07.11.2012
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Austin Powder nutzt die Verschärfung von Compliance-Vorschriften auf EU-Ebene für eine Modernisierung seiner Produktion und Logistik. Der Sprengstoffspezialist verwaltet seine Sprengmittel künftig mit Standards der SAP ERP-Software.
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Der Sprengstoffspezialist Austin Powder will der im April 2013 in Kraft tretenden EU-Verordnung zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Explosionsstoffen mithilfe der im Standard der SAP ERP Anwendung vorhandenen Bausteine und Funktionalitäten gerecht werden. Dafür hat das Unternehmen nach kurzer Projektdauer Ende Juni 2012 den Produktivbetrieb der Applikation mit einer Reihe neuer Leistungsmerkmale aufgenommen.

Austin Powder produziert Sprengstoffe für den lokalen wie auch für den internationalen industriellen Markt. Sprengstoffe dieser Art werden ausschließlich im zivilen Bereich eingesetzt, etwa für Sprengungen in Steinbrüchen, im Tunnelbau oder um kontrolliert Lawinen auszulösen.

SAP-Standardtransaktionen statt Eigenentwicklungen

Um die „Traceability“ seiner Produkte sicherzustellen, sind die Patronen des Herstellers durchgängig serialisiert und damit für eine Rückverfolgbarkeit gekennzeichnet. Neue Stammdaten schließen den Artikelstamm von Produkten wie auch die Klassifizierung für Gefahrengutabwicklung, Stücklisten und Arbeitspläne ein. Statt der Verwaltung der Sprengmittel qua Kisten kann das Unternehmen nun auf frei verwaltbare Handling-Units zurückgreifen, für die Erfassung stehen mobile Scanner zur Verfügung. Der Sprengstoffspezialist hat sich darüber hinaus von eigenentwickelten Zusatzfunktionen verabschiedet und setzt nun auf SAP-Standardtransaktionen. Neue logistische Prozesse und Formulare unterstützen dabei die Produktion, den Vertrieb und das Qualitätsmanagement..