Leichte Beute: Die Apple Watch

Rücksetzen ohne Abfrage

15.05.2015
Die Apple Watch ist mit einer Passwortabfrage ausgestattet, die Dritte daran hindern soll, an die darauf oder die auf dem iPhone gelagerten Daten zu kommen. Allerdings kann die Uhr einfach auf den Werkszustand zurückgesetzt werden.
Eine leichte Beute für Langfinger ist die Apple Watch, da ausreichende Schutzmechanismen fehlen.
Eine leichte Beute für Langfinger ist die Apple Watch, da ausreichende Schutzmechanismen fehlen.
Foto: Apple

Darüber, wie leicht sich die Apple Watch per Zurücksetzen austricksen lässt, berichtet der Blog iDownloadblog. Auch ohne Kenntnis des möglicherweise vergebenen Sperrcodes für die Smartwatch gelangt man bei langem Drücken der länglichen Taste in ein Menü der Uhr, in dem sie ausgeschaltet oder durch kräftigeres Tippen gelöscht werden kann. Einzig und allein die Verbindung mit dem magnetischen Ladekabel ist für das Zurücksetzen der Apple Watch nötig, danach kann sie ohne die Abfrage der zuvor verwendeten Apple ID mit jedem beliebigen iPhone wieder verwendet werden.

Auch ein iPhone konnte früher noch über diesen Weg zurückgesetzt werden, mit iOS 7 führte Apple allerdings die Funktion "Activation Lock" ein, durch die nach dem Löschen des Speichers die Apple ID und das Passwort abgefragt werden - sofern "Finde mein iPhone" aktiviert wurde. Hält ein Dieb diese Daten nicht bereit, kann er das iPhone höchstens als Ersatzteilspender weiter verkaufen und das Smartphone wird als Diebesgut uninteressant. Nicht so bei der immerhin ziemlich teuren und damit wohl für Langfinger besonders interessanten Apple Watch, die darüber hinaus mangels eigenem GPS-Modul auch nicht über die "Finde mein iPhone"-Funktion einfach geortet werden kann.

Nicht nur eine erbeutete Apple Watch lässt sich recht einfach weiter verwenden, auch Smartwatches mit Android Wear können - sogar ohne Reset - mit einem beliebigen Android-Smartphone gekoppelt werden. Bislang scheinen sich die Hersteller darauf zu verlassen, dass ein am Handgelenk getragenes Gadget nicht ohne weiteres verloren geht oder seinem Träger unbemerkt gestohlen werden kann, eine Lösung scheint vorerst nicht in Sicht.

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Horst Ulrich Köther

Probleme, Probleme, Probleme ... . Schön, daß wenigstens erwähnt wird, daß andere (Smart)watches (eigentlich alle Uhren) auch sofort weiterverwendet werden können. Selbst Köpfe könnten an anderen Körpern weiterverwendet werden, wenn sich der Aufwand lohnen würde, einen Hohlkopf durch einen Anderen zu ersetzen.

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