EU-Richtlinien

Rücksendung bei Online-Shops könnte bald kosten

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Aufgrund neuer Verbraucherrechte-Richtlinien der EU dürfen Online-Shops ihre Kunden bald das Porto für Retouren überlassen.
Bei Kleidung und Schuhen ist die Retourenquote naturgemäß besonders hoch.
Bei Kleidung und Schuhen ist die Retourenquote naturgemäß besonders hoch.
Foto: Zalando

Das Europaparlament hat die neuen Verbraucherrechte-Richtlinien bereits im Juni 2011 verabschiedet; bis 2014 müssen sie in den Mitgliedsländern angewendet werden. Der Kunde hat dann laut "heise.de" kein Recht mehr darauf, bestellte Ware auf Kosten des Händlers an diesen zurückzuschicken. Online-Händlern stehe es aber natürlich frei, die Kosten auch weiterhin zu übernehmen.

Forscher der Uni Regensburg haben Online-Händler zu ihren Plänen befragt (PDF-Link). Dreiviertel wollen demnach die Retourenkosten künftig dem Kunden anlasten. Die Neigung der Händler dazu steigt, je kleiner der Shop ist. Die großen Online-Vertriebe jedoch würden die kostenlose Retoure auch weiterhin zur Kundenwerbung nutzen, heißt es weiter. Kunden können also wohl auch in Zukunft einen Shop auswählen, der das Porto für Rücksendungen übernimmt.

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