Ersatz für den Webbrowser

RSS-Reader Feeddemon präsentiert die Schlagzeilen des Tages

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Bisher verlangte die Firma Newsgator Geld für ihre RSS-Software. Jetzt gibt es Programme wie "Feeddemon for Windows" kostenlos. Mit dem Werkzeug kann der Nutzer über eine leicht bedienbare Oberfläche RSS-Feeds abonnieren, verwalten, durchsuchen und lesen.

Zwar verfügen Browser und E-Mail-Clients mittlerweile über integrierte RSS-Reader, doch bietet das Gratiswerkzeug Feeddemon 2.6 wesentlich mehr. Systemvoraussetzungen sind Windows (ab 98) sowie der Internet-Explorer 6.0 oder höher. Die Menüsprache ist Englisch.

Während der Installation erzeugt der Anwender ein kostenloses Konto auf der Website des Anbieters. Der von Newsgator betriebene gleichnamige Dienst versorgt Feeddemon mit RSS-Daten aus dem Internet. Eine Reihe von Feeds sind voreingestellt, weitere lassen sich hinzufügen: Entweder tippt man die URL der Feed-Quelle ein oder sucht nach Schlüsselwörtern, um Feed-Lieferanten im Internet ausfindig zu machen.

Feeds sind in einer Ordnerstruktur sortiert, so dass beispielsweise News über Fußball im Folder "Sport" landen können. Klickt der Nutzer auf den Sport-Ordner, sieht er alle aktuellen Meldungen aller dort hinterlegten Feeds zum Thema. Er kann jeden einzelnen RSS-Feed innerhalb des Sport-Verzeichnisses abrufen.

Feeddemon hilft Nutzern, die viele RSS-Feeds abonniert haben. Die kostenlose Software ist gut durchdacht.
Feeddemon hilft Nutzern, die viele RSS-Feeds abonniert haben. Die kostenlose Software ist gut durchdacht.

Eine Suchfunktion, die leider etwas versteckt angeordnet wurde, lassen sich alle Subskriptionen durchsuchen.

Über die Eigenschaften ("Properties") eines Folders beziehungsweise jedes darin enthaltenen Feeds stellt man ein, in welchen Intervallen aktualisiert wird und wie viele Artikel ("Items") die Software behalten soll (200 ist der Standard).

Durch Klicken auf einen Feed öffnet sich im Browser-Fenster des Werkzeugs der Artikel. Tabbed-Browsing gestattet es, mehrere Fenster nebeneinander zu öffnen. Da die Software die Lesezeichen des Internet-Explorers importiert, kann der Nutzer Feeddemon zum Surfen verwenden. Dies hat auch den Vorteil, dass sich RSS-Feeds von Websites, die der Nutzer gerade betrachtet, über einen Button direkt abonnieren und in einen Folder einsortieren lassen. Alternativ kann Feeddemon Inhalte in einem externen Web-Browser anzeigen.

Gleichzeitig kann der Nutzer seine abonnierten Feeds auch über eine Browser-Version des Newsreaders ("Newsgator online") betrachten.

Ein freundliches Feature ist der "Panic"-Button: Die Software fragt bei vielen ungelesenen RSS-Feeds nach, ob die alle auf einmal mit dem "Panic"-Button als gelesen markiert werden sollen (der Standardwert steht auf 1000). Dabei gibt der Hersteller den humorvollen Hinweis: "Das ist nicht E-Mail, Sie müssen nicht alles lesen." Mit der Panic-Funktion kann der RSS-Nutzer beispielsweise alle Nachrichten als bearbeitet kennzeichnen, die älter als 48 Stunden sind.

Unter "Reports" sind unterschiedliche Berichte zusammengefasst, darunter einer namens "Dinsaurs": Er listet RSS-Quellen auf, die innerhalb der letzten 30 Tage keine Updates geliefert haben.

Eine weitere nützliche Eigenschaft sind "Watches". Damit lassen sich aus allen Feeds Meldungen einsammeln, die zu einem über Schlüsselwörter beschriebenen Thema passen. Hier verwendet Feeddemon die erwähnte Suchtechnik.

Wer Nachrichten aufbewahren will, kann sie in den Spezialordner "Clippings" einfügen. So entsteht eine persönliche Sammlung von Artikeln.

Über das Modul "Feedstation" lassen sich Podcasts aus dem Web laden und auf tragbare Mediaplayer überspielen.

Eine Hilfe zu Feeddemon hält die Internet-Seite von Newsgator bereit.

Fazit

Feeddemon verfügt über eine gut bedienbare Oberfläche sowie über zahlreiche Funktionen, um auch mit einer großen Anzahl an Feeds und Ordnern umzugehen.