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RSA verschleiert RFID-Daten

25.02.2004

Die Daten der Funketiketten nach der Technik "Radio Frequency Identification" (RFID) könnten nicht nur für den Besitzer der Produkte interessant sein, auf denen die "Tags" kleben. So könnte ein Konkurrent mit einem RFID-Reader aus den Informationen der Etiketten sensible Informationen gewinnen. Um dem vorzubeugen, hat RSA einen "Blocker Tag" entwickelt. Dieser funktioniert im Prinzip wie RFID-Tags. Der Sendeimpuls eines Readers erweckt ihn quasi zum Leben. Nur sendet der Blocker nun keine Informationen, sondern Datensalat oder Spam-artigen Müll. Der Reader reagiert darauf mit Abweisung dieser Transmission.

Einsetzen ließe sich der Blocker Tag beispielsweise als Aufkleber auf Kartons oder Tüten, in denen sich Produkte mit RFID-Etiketten befinden. Solange sie nicht entnommen werden, sind ihre Informationen wegen der falschen Impulse der Blocker unlesbar. Erst wenn sie beispielsweise an einer Kasse ausgepackt sind, können dortige Reader die elektronischen Aufkleber auslesen. Packt der Kunde die RFID-gesicherten Produkte nach dem Bezahlen in eine Tasche, die mit einem Blocker Tag versehen ist, lassen sich seine Einkäufe nicht mehr identifizieren. (ls)