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RSA setzt den Rotstift an

25.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um wie angekündigt seinen Verlust bis zum Ende des zweiten Geschäftsquartals zu halbieren, will der US-Softwarehersteller RSA Security 200 weitere Mitarbeiter (17 Prozent der Belegschaft) entlassen. Bereits im Oktober 2001 hatte das Unternehmen die Streichung von 15 Prozent der Stellen bekannt gegeben. Die jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen sollen im laufenden Berichtszeitraum mit Belastungen von acht bis zehn Millionen Dollar zu Buche schlagen.

Vor zwei Wochen hatte RSA angekündigt, seinen Erstquartalsverlust von 13,7 Millionen Dollar im zweiten Geschäftsquartal auf die Hälfte zu reduzieren. Im dritten Berichtszeitraum will der auf Sicherheitssoftware spezialisierte Anbieter dann den Break even erreichen.

Im Rahmen der Neuausrichtung plant RSA, sich künftig auf drei Produktlinien zu konzentrieren: Authentifikation ("SecurID", "Keon"), Entwicklungs- und Verschlüsselungslösungen ("Bsafe") sowie Web-Access-Management ("ClearTrust"). Ferner sollen die Entwicklungsaktivitäten für Teile der PKI-Produktlinie (Public Key Infrastructure) Keon, darunter die Client-Server-Komponenten, gestoppt werden. Dennoch will RSA weiterhin Support für diese Lösungen bieten. (ka)