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Roaming-Gebühren: EU hat Vodafone und O2 im Visier

20.04.2004

Die Europäische Kommission bereitet eine Anklage gegen Vodafone und O2 vor. Wie die "Financial Times" berichtet, wird den beiden britischen Mobilfunkkonzernen zur Last gelegt, ausländischen Mobilfunkunternehmen überzogene Roaming-Gebühren für die Nutzung ihrer britischen Netze berechnet und damit gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. Die Gebühren seien um 20 Prozent höher als die Preise, die in Großbritannien ansässige Unternehmen für die Nutzung derselben Netze zu zahlen hätten. Nach Auffassung der Behörde, die bereits seit geraumer Zeit in Sachen Roaming-Gebühren ermittelt (Computerwoche.de berichtete) und sich für eine dahingehende Kontrolle einsetzt,

haben Vodafone und O2 ihre "vorherrschende Position" im Hinblick auf die eigenen Netze missbraucht. Dem Bericht zufolge wird das Verfahren möglicherweise schon im Mai beginnen. Auch für eine Klage gegen die Telekom-Tochter T-Mobile hofft die Kommission im Lauf dieses Jahres genügend Beweismaterial beibringen zu können. (kf)