Fusion mit Juniper abgewehrt

Riverbed lehnt Übernahmeangebot von Heuschrecken ab

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der Spezialist für WAN-Optimierung und Application-Performance-Management, Riverbed Technology, hat ein Kaufangebot der Finanzinvestoren Elliott Associates und Elliott International in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar zurückgewiesen.
Foto: Riverbed

Die beiden Investmentfirmen hatten Riverbed Anfang Januar das Angebot unterbreitet, zusätzlich zu den bereits gehaltenen 10,5 Prozent auch die restlichen Anteile des Unternehmens zu erwerben. Als Preis boten Elliott Associates und Elliott International 19 Dollar je Aktie. Obwohl dieser Betrag einer Aufschlag von mehr als sechs Prozent gegenüber dem Börsenwert an der Nasdaq entsprach, hat der Verwaltungsrat von Riverbed nun nach eigenen Angaben abgelehnt.

Das Board erklärte in einer Stellungnahme, dass die Company bei diesem Angebot unterbewertet würde und die Übernahme nicht im Interesse der Aktionäre sei. Riverbeds Strategie sei es, nachhaltiges Wachstum für das Geschäft schaffen und den Marktwert für alle Aktionäre zu steigern, gab Jerry M. Kennelly, Chairman und CEO bekannt. Zur Untermauerung präsentierte Riverbed nun die vorläufigen Ergebnisse für das Schlussquartal 2013. Nach vorläufigen Zahlen erwirtschaftete die Company in Q4 284 bis 285 Millionen Dollar Umsatz – bislang hatte Riverbed bestenfalls Einnahmen von 276 Millionen Dollar erwartet. Auch der Nettogewinn soll mit 30 bis 31 Cent pro Aktie deutlich besser ausfallen. Auch der Ausblick für das laufende erste Quartal (262 bis 268 Millionen Dollar Umsatz; 21 bis 23 Cent je Aktie) fiel - saisonal betrachtet - positiv aus.

Ziel der Elliott-Investmentfirmen war es offenbar, neben Riverbed auch den Netzwerkausrüster Juniper zu übernehmen und anschließend zusammenzuführen. Zu diesem Zweck hatte Elliott bereits Anfang der Woche einen 6,2-Prozent-Anteil an dem Hersteller von Switches, Routern und Security-Appliances erworben.