Retained Organisation

Risiken im Sourcing-Management

25.08.2011
Von Eberhard Schott und Anne  Hofmann

Kosten sind oft zu niedrig

Etwa zwei Drittel der Experten erachten die Investitionen in die Retained Organisation als zu niedrig. Dadurch können sich funktionale Defizite ergeben.
Etwa zwei Drittel der Experten erachten die Investitionen in die Retained Organisation als zu niedrig. Dadurch können sich funktionale Defizite ergeben.
Foto: Hochschule Aschaffenburg

Die Kosten für die Retained Organisation belaufen sich typischerweise auf zwei bis zehn Prozent des Vertragsvolumens, der optimale Aufwand hängt jedoch vom jeweiligen Projekt ab. Geben die Unternehmen zu wenig aus, steigt die Gefahr, dass das Projekt an fehlender Funktionalität und unzureichend umgesetzten Unternehmensanforderungen scheitert. Zu hohe Kosten für die Organisation gefährden die Effizienz des Vorhabens und führen nicht zwangsweise zu einer besseren Steuerungseinheit.

Großes Optimierungspotenzial

Insgesamt sehen die Experten die Retained Organisation in Deutschland auf gutem Weg, wenngleich die deutschen Anwender zu einer techniklastigen Personalbesetzung tendieren. Die Einheiten sind fähiger und reifer geworden, insbesondere Kunden mit Outsourcing-Erfahrung gehen das Thema heute professionell an. Nachholbedarf sehen die befragten Manager vor allem bei der Mitarbeiterplanung. Hier werden Positionen noch zu selten an passende Fachleute vergeben. (jha)