Exit-Strategie für Blackberry-OS

RIM will Tablet-Betriebssystem auch auf Blackberrys nutzen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Research in Motion plant angeblich, das von QNX stammende "Blackberry Tablet OS" längerfristig auch auf seinen Blackberry-Smartphones einzusetzen.

Ein RIM-Manager habe während einer Frühstückspause auf der BlackBerry Developer Conference (DevCon) bestätigt, dass das mit dem neuen Playbook-Tablet vorgestellte Betriebssystem über kurz oder lang seinen Weg auf Smartphones finden und letztendlich das Blackberry OS ersetzen werde, berichtet der Mobilfunk-Blog "Intomobile.com" . Ein derart großer Übergang werde jedoch nur schrittweise vonstatten gehen, zitiert das Blog den Manager, wobei das künftige BlackBerry OS 7 wohl eher eine Stufe als einen kompletten Wechsel markiere.

Angesichts der Eigenschaften des neuen Systems wie Stabilität, Energieeffizienz, Multimedia-Fähigkeiten und der Unterstützung verschiedener Entwickler-Plattformen sowie der bestehenden Java-Apps klingt der Plan durchaus plausibel. Außerdem scheint RIM bei den Bemühungen, das in die Jahre gekommenes Blackberry-OS aktuell zu halten, langsam an seine Grenzen zu stoßen. Selbst das frisch vorgestellte Blackberry-OS 6 kann - was Multimedia-Eigenschaften und Usability anbelangt - kaum mit der Konkurrenz iOS und Google Android mithalten, Verkaufsargument Nummer eins ist nach wie vor die sichere Nutzung im Unternehmen. Eine sanfte schrittweise Migration auf ein komplett neues Betriebssystem macht dabei wesentlich mehr Sinn als ein kompletter Neuanfang, wie ihn Microsoft mit dem Wechsel von Windows Mobile auf Windows Phone 7 derzeit praktiziert.