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RIM schlägt die Erwartungen

03.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische PDA-Hersteller Research in Motion (RIM) schrieb im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31. Mai) einen Nettoverlust in Höhe von 10,8 Millionen Dollar oder 14 Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen aus Waterloo, Ontario, noch einen Profit von 3,8 Millionen Dollar oder fünf Cent je Anteil erzielt. Dennoch waren die Analysten mit dem aktuellen Ergebnis zufrieden. Nach Umfragen von First Call/Thomson hatten sie im Schnitt ein Minus von 19 Cent pro Aktie erwartet.

Die Einnahmen gingen im Jahresvergleich von 77 Millionen auf 71,6 Millionen Dollar zurück. Das Unternehmen hatte bereits im April seine Umsatzprognosen für das Berichtsquartal wegen der Verzögerung des Blackberry-Starts in Europa gesenkt (Computerwoche online berichtete). Gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal konnte der Anbieter der "Blackberry"-Pager jedoch die Einnahmen um rund acht Prozent steigern. Insgesamt trugen die Pager dabei rund 39 Prozent zum Quartalsumsatz bei.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet der Finanzchef von RIM, Dennis Kavelman, nun nur noch mit Einnahmen von 350 bis 375 Millionen Dollar. Zuvor hatten die Kanadier noch einen Umsatz von bis zu 425 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Der Jahresfehlbetrag soll zwischen 30 und 45 Cent je Anteil betragen. Im Schlussquartal will RIM aber wieder profitabel werden. Anfang Juni verfügte das Unternehmen nach eigenen Angaben noch über Barmittel in Höhe von 616 Millionen Dollar, 28,6 Millionen Dollar weniger als zum Ende des vorangegangenen Quartals. (mb)